Regina Wedding ermöglichte Erkrather Kindern, das Tierkrankenhaus in Haan anzusehen.

Regina Wedding ermöglichte Erkrather Kindern, das Tierkrankenhaus in Haan anzusehen.
Sophie „untersucht“ einen Hund aus Stoff. Später kamen die Kinder mit einem echten Hund in Kontakt.

Sophie „untersucht“ einen Hund aus Stoff. Später kamen die Kinder mit einem echten Hund in Kontakt.

Köhlen

Sophie „untersucht“ einen Hund aus Stoff. Später kamen die Kinder mit einem echten Hund in Kontakt.

Erkrath/Haan. Einmal erleben, wie der Alltag in einer Tierklinik so abläuft – das durften gestern neun Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt. Von der Feuerwache aus ging es mit einem Einsatzwagen zur Tierklinik Neandertal in Haan. Dort zeigte Kerstin Hiby, tiermedizinische Fachangestellte, den Kindern ihren Arbeitsplatz. Die meisten von ihnen hatten mit ihren eigenen Haustieren schon einmal diese oder eine andere Praxis besucht. Manche hatten auch schon Fundtiere, wie zum Beispiel verletzte Igel oder junge Vögel, in die Klinik gebracht.

Kinder lernten, wie ein Bruch auf einem Röntgenbild zu erkennen ist

Hiby zeigte den Kindern aber auch die Bereiche, in die man sonst nicht einfach hineindarf: den Röntgenraum etwa oder das Labor. „Hier unter dem Mikroskop werden die Proben untersucht, das lernt jeder Tierarzthelfer in der Ausbildung“, erklärte Hiby. Die Kinder lernten auch, wie man auf einem Röntgenbild einen Bruch erkennt und wie verschiedene Brüche mit Metallplatten und Schrauben korrigiert werden können. Am spannendsten fanden die Besucher aber den Behandlungsraum. Was sie sonst zuhause mit ihren Stofftieren spielen, konnten sie hier mit echten medizinischen Instrumenten üben. An zwei Stoffhunden zeigte Hiby, wie man einen Verband richtig anlegt, Spritzen setzt und mit einem Otoskop die Ohren untersucht.

„Der muss jetzt erst mal gestreichelt werden“, meinte Marie, nachdem sie einem der Hunde einen Ohrenverband verpasst hatten. Wie einige der anderen auch möchte die Achtjährige am liebsten selber einmal Tierärztin werden. In der Tierklinik Neandertal durften sie sogar am lebenden Objekt üben: Klinikhund Cubbi stellte sich mehr oder weniger freiwillig als Patient zur Verfügung. Der Labrador ließ geduldig jedes der Kinder mit dem Stethoskop sein Herz abhören.

Für ihre tolle Arbeit an den „Patienten“ erhielten die Kinder Urkunden, Süßigkeiten und eine Spritze. Mit der können sie jetzt an ihren eigenen Stofftieren weiterüben. Sollten sie tatsächlich später in einer Tierklinik arbeiten wollen, müssen sie sich auf einen anstrengenden Job einstellen: Die Tierklinik Neandertal hat rund um die Uhr geöffnet. „Bei uns wird auch nachts und am Wochenende gearbeitet “, erzählte Hiby.

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