Der Löschzug I Alt-Erkrath zeigte bei seinem Feuerwehrfest nicht nur, was die Brandbekämpfer drauf haben. Besonders die jungen Besucher durften selbst in die Montur schlüpfen und tatkräftig mit anpacken.

Einmal Feuerwehrmann sein – der Traum vieler junger Besucher ging an diesem Wochenende in Erfüllung.
Einmal Feuerwehrmann sein – der Traum vieler junger Besucher ging an diesem Wochenende in Erfüllung.

Einmal Feuerwehrmann sein – der Traum vieler junger Besucher ging an diesem Wochenende in Erfüllung.

Dietrich Janicki

Einmal Feuerwehrmann sein – der Traum vieler junger Besucher ging an diesem Wochenende in Erfüllung.

Erkrath. Gequängel wie bei Sarah war die Ausnahme. „Sie ist unglücklich, weil wir jetzt zur Omi müssen und nicht auf dem Fest bleiben können“, erklärte die Mutter der Dreijährigen. Das Fest war der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug I Alt- Erkrath. Und wie für Sara war es eine Attraktion für Kinder und junge Leute. Nicht zuletzt, weil es spektakuläre Demonstrationen gab, beispielsweise einer Fett-Explosion.

„Es ist total cool bei der Freiwilligen Feuerwehr.“

Pascal (14), Besucher

„Es ist total cool bei der Freiwilligen Feuerwehr“, erklärte Pascal. Ebenso wie sein Kumpel Leon (beide 14) ist er seit zwei knapp Jahren dabei und schwärmte beim Himmelfahrtsfest nicht nur, sondern half mit, technische Details zu erklären. So wie beim Brand löschen, für das Kinder wie Irina (5), Ben (7), Tim (6) und Luca (7) Schlange standen.

Das jeweilige Kind, das dann an der Reihe war, wurde mit einer waschechten Feuerwehrjacke, die an den Kleinen wie ein üppiger Wintermantel wirkte, nebst Helm ausstaffiert.

„Wichtig ist, nicht zu nah an den Brandherd zu treten, das wird zu heiß“, erklärte Leon. Ansonsten gilt: Mit dem Feuerlöscher draufhalten, was das Zeug hält. Wie das mit einem Feuerwehrschlauch geht, ließ sich etwas weiter am Spritzenhäuschen üben. Ziel hier war, eine kreisrunde Markierung unterm Dach zu treffen.

Entlang der Ludenberger Straße, die fürs Ereignis gesperrt war, befanden sich alle Gerätschaften, die zum Leben der Feuerwehrleute gehören. Geduldig wurden Neugierigen wie Sam (5) Fragen zum Löschgruppenfahrzeug erklärt. „Guck mal und mit dieser Riesenschere bekommst Du auch ein Auto auf.“ Zwischen Lübecker Hütchen, „Sazu“ und „Sienna“, zwei Pferden aus der Reiterstaffel, der lebenrettenden Aufklärung über Rauchmelder, der Ortsgruppe des DRK und einer stark frequentierten Hüpfburg stand eine besondere Attraktion: Das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen ME E 1461.

Die Pink Lady war das beliebteste Fotomotiv beim Fest

Der allseits bekannte Traum in Pink wurde nicht nur bestaunt, er war ein überaus beliebtes Motiv für Fotos. „Meine drei Feuerwehrleute“, sagte Simone Bartels liebevoll über eine Aufnahme von Ehemann Peter und den Söhnen Johannes (5) und Jakob (7). Lilian (17) und Sandra (18) ließen sich hier von Dennis (18) so oft ablichten, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren.

Andere verewigten sich gegen eine Spende für das Kinderhospiz „Regenbogenland“ mit einem in weißer Farbe schreibenden Stift auf dem Auto. Dem Vernehmen nach wechselt es übrigens nicht schon bald seine Farbe zurück zum regulären Rot. Die Bezirksregierung habe einer Fristverlängerung von weiteren vier Wochen zugestimmt, raunte man sich zwischen Bratwurst- und Bierstand zu.

Zuletzt bewundert worden war das pinkfarbene Feuerwehrfahrzeug übrigens am Dienstag vor dem Landtag NRW in Düsseldorf. Landtagspräsidentin Carina Gödecke besuchte die Mitarbeiter der Feuerwehr Erkrath vor dem Landesparlament und dankte ihnen für ihr Engagement.

Mit dem ungewöhnlichen Einsatzfahrzeug hatte die Feuerwehr Erkrath nämlich ein Jahr lang auf das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehrleute aufmerksam gemacht und sorgte bundesweit für Aufsehen.

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