Die Mieter an der Immermannstraße in der Sandheide sind offenbar nicht in der Lage, ihren Müll in die bereit gestellten Behälter zu werfen. Der Abfall stapelt sich rund um die Container.

Die Mieter an der Immermannstraße in der Sandheide sind offenbar nicht in der Lage, ihren Müll in die bereit gestellten Behälter zu werfen. Der Abfall stapelt sich rund um die Container.
So sieht es rund um die Müllcontainer an der Immermannstraße in der Sandheide aus: ein Paradies für Schädlinge.

So sieht es rund um die Müllcontainer an der Immermannstraße in der Sandheide aus: ein Paradies für Schädlinge.

Urban

So sieht es rund um die Müllcontainer an der Immermannstraße in der Sandheide aus: ein Paradies für Schädlinge.

Erkrath. In den vergangenen Monaten ist der Stadtteil Sandheide in die Schlagzeilen geraten, weil dort immer wieder Müll-Container angezündet worden sind. Zwischenzeitlich hatte die Polizei einige Jugendliche gefasst, die Brandserie ging aber weiter. Ebenfalls für mächtig Ärger sorgen in der Sandheide nun schon seit Monaten, bergeweise Mülltüten und Sperrmüll, die in einer Wohnanlage an der Immermannstraße 1 bis 7 neben den dafür vorgesehenen Containern abgestellt werden.

Ratsherr Urban hat Kontakt mit Bewohnern aufgenommen

SPD-Ratsherr Peter Urban hat deswegen schon mehrfach Kontakt mit den Anwohner gehabt und brachte das Problem jetzt auf die Tagesordnung der Ratssitzung. „Rund um die vielen Feiertage im Mai ist die Situation eskaliert“, sagte Urban jetzt im Rat. Essensreste hätten teilweise tagelang offen auf der Straße herumgestanden. So würden Ratten angezogen, die Krankheiten verbreiten. Den Mietern der betroffenen Häuser will Urban dabei nicht mal „böse Absicht“ unterstellen. Es handle sich wohl vielmehr um Nachlässigkeiten. Offenbar werden aber auch Kinder gebeten, den Müll herauszutragen. „Die sind aber teilweise zu klein und schaffen es nicht, den Müll in die Tonnen zu werfen“, erklärt Peter Urban. Darüber hinaus brauche man einen Chip, um die entsprechende Tonne öffnen zu können. Seit für das Öffnen der Mülltonnen Chips nötig sind, habe sich die Situation deutlich verschlechtert.

Die Stadtverwaltung ist seit Wochen über die Müll-Problematik im Bild. Abfall-Beraterin Helga Willmes-Sternberg hat ein Gespräch mit der Hausverwaltung, der Grand-City-Property geführt. Der Eigentümer wird den Müllplatz vor dem Haus erweitern und den Mietern weitere Mülltonnen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wurde jeder Mieter persönlich angeschrieben, der keinen oder selten Müll einwerfe, und es werde auf die Möglichkeit der Mülltrennung hingewiesen. Offenbar kann man anhand der Chip-Nutzung verfolgen, wer und wie oft Müll in die Tonnen einwirft.

Der Müllabladeplatz liegt auf privatem Grund, sagt die Stadt

Allerdings, und das machte die Stadt auch noch mal im Rat deutlich, sind der Stadt die Hände gebunden. Der Müll-Abladeplatz liegt auf privatem Grund, das Ordnungsamt kann dort nicht ohne weiteres Bußgelder verhängen. Gegen „individuelles Fehlverhalten der Mieter“ habe man als Stadt keine Handhabe.

Die Stadt weiß aber auch, dass das Problem mit den draußen herumliegenden Mülltüten vor allem an Sonn- und Feiertagen auftritt. An diesen Tagen ist der von Grand City angeforderte Reinigungsdienst nämlich nicht im Einsatz. Peter Urban möchte die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen. Erst vor wenigen Monaten habe man neue Richtlinien zur Bekämpfung von Ratten verabschiedet.

Seit Januar findet in allen Städten des Kreises eine „systematische und präventive“ Rattenbekämpfung statt. Hierzu wird zunächst jeder zweite Einstieg von Misch- und Abwasserkanälen mit etlichen Ködern belegt.

Die Kanäle gelten als „sicheres und warmes Wohnzimmer“ der Ratten. Peter Urban fragt sich allerdings, warum man Ratten in den Kanälen bekämpfe, wenn sie an den Mülltonnen weiterhin genug Nahrung finden.

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