Gutachten zum nicht erneuerten Pflaster auf dem Hochdahler Markt liegt jetzt vor.

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In Höhe des Hauses der Kirchen wechseln Farbe und Qualität der Pflastersteine auf dem Hochdahler Markt.

In Höhe des Hauses der Kirchen wechseln Farbe und Qualität der Pflastersteine auf dem Hochdahler Markt.

Dirk Thomé

In Höhe des Hauses der Kirchen wechseln Farbe und Qualität der Pflastersteine auf dem Hochdahler Markt.

Hochdahl. Optisch ist das rote Klinkerpflaster, das vom Hochdahler Markt am Haus der Kirchen vorbei in Richtung Hochdahl Arkaden führt, noch gut in Schuss. „Auch der Verbund ist noch da, das Pflaster sackt nicht ab“, sagt Ralf Kentgens, Leiter der Straßenverkehrsbehörde. Aber: Wenn es regnet, bietet das Pflaster nicht mehr an allen Stellen Halt, wird rutschig.

„Wenn wir die Oberfläche anrauen, zerstören wir den Stein.“

Ralf Kentgens, Leiter der Straßenverkehrsbehörde

Nachdem Anwohner und Besucher auf die Rutschgefahr aufmerksam gemacht haben, hat die Stadt einen Gutachter eingeschaltet. Werner Schellscheidt hat den Rutschwiderstand aus fachlicher Sicht untersucht und bewertet ihn mit „beginnend negativ“.

„Der ermittelte Wert des Gutachters liegt im Grenzbereich“, sagt Kentgens. „Als der Klinker vor Jahren verlegt wurde, gab es die heute gültigen Din-Normen für Pflaster und Plattenbeläge noch nicht.“ Und die sind weitaus strenger als es die Vorschriften damals waren.

Der Gutachter empfiehlt der Stadt, den Rutschwiderstand in zwei Jahren erneut überprüfen zu lassen. „Wenn es noch schlimmer wird, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Pflasterbelag auszutauschen“, sagt Kentgens.

Möglichkeiten der Sanierung sind begrenzt

Weder eine mechanische, noch eine chemische Bearbeitung am vorhandenen Klinkerbelag würde die Haftung von Schuhsohlen auf dem Pflaster dauerhaft verbessern. „Wenn wir die Oberfläche anrauen, zerstören wir den Stein“, sagt Kentgens. Und auch das Auftragen einer Beschichtung hätte wenig Erfolg, weil aus den Fugen des Pflasters immer wieder Feuchtigkeit hochsteigen würde.

Dass das Klinkerpflaster im Laufe der Jahre seinen Rutschwiderstand eingebüßt hat, liegt laut Gutachter an der „langen Liegezeit“ und der damit verbundenen Nutzung. Er geht davon aus, dass beim Verlegen des Pflasters noch keine Rutschgefahr bestanden hat.

Beschädigungen „durch sachfremde Behandlung“

Warum die Steine des Pflasters im Bereich des unteren Hochdahler Marktes brechen und an den Kanten splittern, hat der Gutachter ebenfalls untersucht. „Nach seiner Einschätzung sind die Beschädigungen ausschließlich auf äußere Einflüsse, nicht bestimmungsgemäße Benutzung und sachfremde Behandlung zurückzuführen“, heißt es in der Vorlage der Stadt, die im Planungs- und Verkehrsausschuss am Donnerstag, 10. November, 17 Uhr, Rathaussaal, behandelt wird.

Dessen Mitglieder entscheiden, wie die Stadt in Sachen Pflaster verfahren soll.

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