Menschen in Unterfeldhaus hoffen weiter auf eine eigene Dienststelle. Die Regenbogenschule wird als Standort diskutiert.

Vorschlag
In den beiden städtischen Bürgerbüros – hier das im Kaiserhof in Alt-Erkrath – können die Einwohner sich an- und abmelden, Ausweise und Pässe beantragen, Fundsachen abgeben oder Restmüllsäcke kaufen. Archiv

In den beiden städtischen Bürgerbüros – hier das im Kaiserhof in Alt-Erkrath – können die Einwohner sich an- und abmelden, Ausweise und Pässe beantragen, Fundsachen abgeben oder Restmüllsäcke kaufen. Archiv

Dirk Thomé

In den beiden städtischen Bürgerbüros – hier das im Kaiserhof in Alt-Erkrath – können die Einwohner sich an- und abmelden, Ausweise und Pässe beantragen, Fundsachen abgeben oder Restmüllsäcke kaufen. Archiv

Erkrath. Schon lange wünschen sich die Unterfeldhauser ein eigenes Bürgerbüro. Bisher müssen die Bewohner des kleinsten der drei Erkrather Stadtteile nach Hochdahl oder Alt-Erkrath, um ihre entsprechenden Besorgungen zu machen.

„Das ist für mich der pure Stress“, sagt Bettina Heckmann. Die junge Mutter ist mit einer kleinen Tochter im Kinderwagen und einem kleinen Sohn an der Hand unterwegs. „Wir haben nur ein Auto, und das braucht mein Mann tagsüber. Wenn ich also etwas erledigen will, mache ich das zu Fuß oder mit dem Bus.“ Für sie sei nicht nur das volle Wartezimmer im Bürgerbüro der „blanke Horror“, sondern auch die Busfahrt dorthin.

Haupt- und Finanzausschuss wird erneut über das Thema sprechen

In einem Bürgerantrag wurde erneut die Frage nach einem Bürgerbüro in Unterfeldhaus aufgeworfen. Einen konkreten Vorschlag für die Örtlichkeit gibt es auch: den Teilstandort Unterfeldhaus der Regenbogenschule am Millrather Weg. „Das fände ich super“, sagt Doris Krämer. Die Seniorin ist zwar noch gut zu Fuß, wie sie sagt. „Aber ich fahre nicht so gern Bus, das ist immer sehr aufregend und anstrengend. Meine Freundin hat einen Rollator, das macht es für sie noch schwieriger.“ Gäbe es in Unterfeldhaus auch ein Bürgerbüro, wäre das für sie „viel bequemer“.

Fürs erste sieht es aber so aus, als bliebe die Situation, wie sie ist. Im Haupt- und Finanzausschuss in der kommenden Woche wird die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag vorgestellt. „Das ist alles total ungünstig“, lautet das Urteil von Ulrich Schwab-Bachmann, Leiter des Amts für Schule, Kultur und Sport. „Die Parkplätze sind zur Schulzeit immer belegt und die nächste Bushaltestelle ist mehrere hundert Meter entfernt.“ Der vorgeschlagene Raum der Schule müsste umgebaut werden, um einen behindertengerechten Zugang zu schaffen.

Büro in Unterfeldhaus würde Alt-Erkrath und Hochdahl entlasten

„Ein weiteres Problem ist der Zugang über den Schulhof“, sagt Schwab-Bachmann. „Stellen Sie sich mal vor, da geht eine Seniorin mit ihrem Rollator mitten über den Schulhof und wird von einem Schüler mit dem Fußball getroffen. Das ist unmöglich.“ Gerade der Vorteil der einfachen Erreichbarkeit sei mit diesem Standort nicht gegeben. Entsprechend will die Verwaltung empfehlen, den Ansatz, die Regenbogenschule als Standort zu nutzen, nicht weiter zu verfolgen.

Die beiden Bürgerbüros befinden sich an der Bahnstraße 16 in Alt-Erkrath und am Hochdahler Markt 10a in Hochdahl. Die Öffnungszeiten: montags und dienstags 7.30 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags 7.30 bis 13 Uhr und donnerstags 8 bis 18 Uhr.

Die Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros kümmern sich unter anderem um Aufenthalts- und Meldebescheinigungen, Beglaubigungen, Führungszeugnisse, Fischereischeine, Lebensbescheinigungen, Lohnsteuerkarten und Namensänderungen.

Dass ein Büro in Unterfeldhaus die vorhandenen entlasten würde, steht außer Frage: „Dann würden in Erkrath und Hochdahl Kapazitäten frei, ganz klar“, sagt Ordnungsamtsleiter Jochen Worbs. „Es ist im Moment schwer umsetzbar.“ Das Thema sei aber weiterhin auf der Agenda.

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