Immer wieder stehen die Bürger vor verschlossenen Türen. Jetzt soll sich etwas ändern.

Immer wieder stehen die Bürger vor verschlossenen Türen. Jetzt soll sich etwas ändern.
Regelmäßig fordern kurzfristige Schließungen die Geduld der Erkrather Bürger. Jetzt will die Stadt Mitarbeiter einstellen.

Regelmäßig fordern kurzfristige Schließungen die Geduld der Erkrather Bürger. Jetzt will die Stadt Mitarbeiter einstellen.

D. Janicki

Regelmäßig fordern kurzfristige Schließungen die Geduld der Erkrather Bürger. Jetzt will die Stadt Mitarbeiter einstellen.

Erkrath. Das Bürgerbüro in Alt-Erkrath bleibt am heutigen Dienstag aus personellen Gründen geschlossen. Mal wieder. Diesmal ist es eine Fortbildung der Mitarbeiter, die dazu führt, dass die Türen für den Publikumsverkehr zu bleiben. In Hochdahl jedoch ist geöffnet. Dort können auch in Alt-Erkrath bestellte Ausweise und Reisepässe abgeholt werden.

Die kurzfristigen Schließungen der Bürgerbüros – mal das in Alt- Erkrath, mal in Hochdahl – sind für die Bürger schon länger ein Ärgernis. Wer sich nicht vorab informiert, steht auch schon mal vor verschlossener Tür. Dort wird dann per Aushang auf das Bürgerbüro im anderen Stadtteil verwiesen. Auch für Bürgermeister Christoph Schultz ein nicht haltbarer Zustand. „Wir haben gerade zwei Vorstellungsgespräche geführt“, sagte er gestern auf Anfrage. Er sei zuversichtlich, dass die derzeit freien Stellen zum 1. April dieses Jahres neu besetzt werden können.

„Jetzt muss geprüft werden, ob der Vermieter auch Inhaber der Wohnung ist.“

Christoph Schultz, Bürgermeister

Schon im vergangenen Jahr fing die Misere an. Damals sorgten vor allem Krankheitsfälle, wie Jennifer de Bona vom Ordnungsamt erklärte, für die Schließungen. Neue Mitarbeiter sollten für eine Entspannung der Lage sorgen. Die setzte im Herbst auch für kurze Zeit ein. Doch gegen Ende des Jahres hieß es wieder häufiger: „Bürgerbüro kurzfristig geschlossen“. Eins ist nämlich Voraussetzung: Ist ein Bürgerbüro auf, müssen aus Sicherheitsgründen mindestens zwei Mitarbeiter anwesend sein. Sind beispielsweise nur drei Mitarbeiter da, bleibt ein Büro zu.

Ab dem Sommer soll der Betrieb endlich wieder normal laufen

Die Schließungen haben nach Auskunft von Christoph Schultz jedoch gleich mehrere Gründe. Zum einen ist es der personelle Engpass, zum anderen sind es Fortbildungsmaßnahmen und dann auch noch die Umstellung auf das Bundesmeldegesetz. „Das bedeutet einen zeitlichen Mehraufwand“, sagt Schultz. Hätte eine Ummeldung in der Vergangenheit etwa zehn Minuten gedauert, nehme das jetzt schon 30 bis 45 Minuten in Anspruch. „Jetzt muss nachgeprüft werden, ob der unterzeichnende Vermieter auch tatsächlich der Inhaber der Wohnung ist“, erklärt Schultz das Prozedere.

Entspannung soll nun die Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern schaffen. Die allerdings müssten auch erst noch eingearbeitet werden. Und so werden ab dem 1. April die beiden Bürgerbüros erst mal nur im wöchentlichen Wechsel geöffnet sein. Diese festen Öffnungs- beziehungsweise Schließzeiten sollen dem Bürger eine bessere Orientierung bieten. So ist schon im Vorfeld klar, wo der Kunde wann seinen Pass abholen oder sich ummelden kann. Gleichzeitig könnte so das jeweils geschlossene Bürgerbüro für Schulungszwecke der neuen Mitarbeiter genutzt werden, so Schultz. Ab dem Sommer, so hofft der Bürgermeister, könnte der Betrieb in beiden Einrichtungen dann endlich wieder ganz normal laufen.

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