Auf dem Hochdahler Wochenmarkt helfen Stiefel, Heizstrahler und heiße Getränke gegen niedrige Temperaturen.

In der kalten Jahreszeit hat „Kartoffel-Dori“ Gazmen Bytygi in Hochdahl einen Heizstrahler in seinem Obst- und Gemüsestand. Foto: D. Janick
In der kalten Jahreszeit hat „Kartoffel-Dori“ Gazmen Bytygi in Hochdahl einen Heizstrahler in seinem Obst- und Gemüsestand. Foto: D. Janick

In der kalten Jahreszeit hat „Kartoffel-Dori“ Gazmen Bytygi in Hochdahl einen Heizstrahler in seinem Obst- und Gemüsestand. Foto: D. Janick

In der kalten Jahreszeit hat „Kartoffel-Dori“ Gazmen Bytygi in Hochdahl einen Heizstrahler in seinem Obst- und Gemüsestand. Foto: D. Janick

Erkrath. Ein kalter Wind pfeift über den Platz, es regnet ohne Unterlass. Kinderwagen sind zum Schutz mit Plastik verhüllt, die Passanten haben den Regenschirm fest in der Hand, während sie an den Ständen der Markthändler auf dem Hochdahler Wochenmarkt vorbeilaufen. So sind es denn auch nicht so viele wie sonst, die einen Blick auf Obst, Gemüse, Wurst, Käse, Brot oder Blumen werfen und ihren Einkauf erledigen. „Das Wetter spielt schon immer eine Rolle“, bestätigt Siegfried Schultk, der auch am Donnerstag bei schlechtem Wetter an seinen Stand unzählige Obst- und Gemüsesorten anbot.

Zum Schutz der Südfrüchte das Thermometer stets im Blick

Damit diese auch in bester Qualität zum Kunden kommen, müssen sich die Marktbeschicker einiges einfallen lassen – gerade in der kalten und ungemütlichen Jahreszeit. „Wir bieten auch viele Südfrüchte an, die dürfen keinen Frost abbekommen“, erklärt Siegfried Schultk. Deshalb hat er das Thermometer fest im Blick, genau wie den aktuellen Wetterbericht. Herrscht Frostgefahr, wird der ansonsten nach drei Seiten offene Marktstand mit Planen verhüllt und werden die Heizgebläse angeschmissen, damit Südfrüchte aber auch empfindliches Gemüse keinen Schaden nehmen.

Bei der Kleidung auf das Zwiebelprinzip achten

„Das momentane Wetter schadet der Ware nicht, schon gar nicht, wenn es am Wochenende so warm werden soll“, so Schultk. Vielmehr seien Regen und Wind schlecht fürs Geschäft, weil weniger Kunden vorbeikommen. „Ordentliche Kälte bei Sonnenschein ist besser als diese ungemütliche Nässe.“

Er und seine Mitarbeiter kommen mit dem Wetter nach all den Jahren gut zurecht – dem Zwiebelprinzip sei Dank. „Wir haben dicke Schuhe, Wollsocken und Wäsche an, alles in Schichten“, sagt Schultk. „Außerdem sind wir nach all den Jahren Arbeit im Freien einfach nicht mehr so empfindlich.“

Warme Kleidung, die Heizstrahler und warme Getränke helfen ihm und seinen acht Mitarbeitern, den Tag auf dem Hochdahler Markt zu überstehen. Genau wie den vielen anderen Marktbeschickern, die ihre Produkte an vielen Ständen feilbieten. So auch Gazmen Bytygi, der einige Stände weiter die Straße herunter seine Waren verkauft. Er setzt bei diesem Schmuddelwetter auf gute Laune, begrüßt seine Kunden laut und herzlich und lässt sich vom Regen nicht weiter beirren, Obst und Gemüse sind schließlich durch das Dach vom Regen geschützt. „Der ist einfach immer gut drauf“, erzählt eine seiner Kundinnen und lacht.

Einfache Schuhe gegen Winterstiefel eingetauscht

Während er Kartoffeln, Zwiebeln, Rosenkohl und Bananen eintütet, unterhält er sich und schäkert mit den Damen. Seine normalen Schuhe hat er allerdings gegen gefütterte Winterstiefel eingetauscht. Und wenn es ganz schlimm werden sollte, steht der Heizstrahler bereit und wärmt ihn.

Für das aktuelle Wetter sind diese Maßnahmen durchaus ausreichend. „Aber wenn es noch kälter wird, dann muss ich weitere Planen um den Stand aufhängen und den großen Heizofen anmachen.“ In diesem Jahr war das zum Glück noch nicht notwendig. Und so soll es auch bleiben, hofft Bytygi. „Denn wenn die Planen die Ware verdecken, dann kommen auch weniger Kunden.“ Mit dem Regen bei mehreren Plusgraden kann er also gut leben. „So lange Kunden da sind, bewege ich mich ja und bin abgelenkt.“

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