Es fehlt das Geld für die Einrichtung.

Die Planung einer Interkulturellen Begegnungsstätte in der Willbeck ist ins Stocken geraten. Grund sind vor allem Fehler bei der Kostenkalkulation. Ursprünglich waren für dieses Jahr 4000 Euro für das Begegnungszentrum vorgesehen, die vom Rat bewilligt waren.

„Unsere Kostenaufstellung war zu blauäugig.“

Gerd Stecher, Fachbereich Jugend und Soziales

Doch damit wären allein die Mietkosten abgedeckt, nicht die diversen Folgekosten. Allein die Reinigung würde mit rund 3000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen, so Gerd Stecher vom Fachbereich Jugend und Soziales. „Unsere Kostenaufstellung war zu blauäugig“, räumte er im Integrationsrat ein.

Zudem müsste noch einiges in die Herrichtung der Räume gesteckt werden. Die Möblierung in dem ehemaligen Friseursalon in der Willbeck sei nicht ausreichend, so Stecher. „Es soll nicht nur um Bildung, sondern auch einfach um geselliges Beisammensein gehen“. Dafür wäre zum Beispiel eine gut ausgestattete Küche erforderlich. Auch Toiletten fehlen noch.

„Die Idee einer Begegnungsstätte, gerade in der Willbeck, finden wir nach wie vor sehr gut“, kommentiert Sozialamtsleiter Andreas Moers. „Doch im Moment sieht es noch furchtbar aus“.

Ursprünglich war ein Büro in Dortmund mit der Planung der Begegnungsstätte beauftragt worden. Nach einigem Hin und Her stellte sich jedoch heraus, dass jenes eher auf Großprojekte spezialisiert ist und die Aufgabe in Hochdahl gar nicht leisten kann.

„Wenigstens haben wir jetzt mehr Vorlaufzeit für die Beratung“ sagt Gerd Stecher. Zunächst müsse die Verwaltung die tatsächlichen (Folge-) Kosten ermitteln, dann ein Vertrag mit dem Vermieter ausgearbeitet werden und als Vorlage durch den Rat gehen.

Dies könne noch bis 2016 dauern. „Wir waren da etwas zu euphorisch“ gesteht Andereas Moers. Immerhin bestehe keine Gefahr, dass der Raum in der Zwischenzeit anderweitig vermietet wird.

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