Bewohner der Max-Planck-Straße fühlen sich von den Platanen vor ihren Häusern belästigt. Deren Kronen seien zu üppig.

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Üppige Kronen: Nach Angaben von Anwohnern der Max-Planck-Straße stören die Platanen den Empfang von Fernsehgeräten.

Üppige Kronen: Nach Angaben von Anwohnern der Max-Planck-Straße stören die Platanen den Empfang von Fernsehgeräten.

Dirk Thomé

Üppige Kronen: Nach Angaben von Anwohnern der Max-Planck-Straße stören die Platanen den Empfang von Fernsehgeräten.

Erkrath. Helmut Vorholt, der Vorsitzende des Bürgervotums Max-Planck-Straße ist als energischer Verfechter seiner Sache bekannt. So kämpfen er und seine Mitstreiter schon seit Jahren für ein Tempolimit vor ihren Haustüren.

Jetzt gehen Vorholt & Co. erneut auf die Barrikaden. Diesmal aber nicht wegen der immer wieder geforderten Geschwindigkeitsbegrenzung und Durchfahrtsverbote für Lastwagen, sondern wegen der Platanen, die die Max-Planck-Straße säumen und eigentlich zur wunderschönen Allee werden lassen.

Der Verwaltung ist das Problem bekannt

„Seit ewigen Zeiten bitten wir die Stadt, die Baumkronen endlich zu kürzen“, klagt Helmut Vorholt. „Aber nichts passiert.“ Stattdessen würden sie immer voluminöser und hätten teils Umfänge, „die sogar den Fernsehempfang beeinträchtigen“. Manch ein Anwohner der Max-Planck-Straße, vor dessen Haus eine der Platanen stehe, habe bereits seine Satellitenschüssel versetzen müssen, „um vernünftige TV-Bilder zu bekommen“.

Heinz-Peter Heffungs, dem Leiter des städtischen Tiefbauamtes, ist die Forderung der Anwohner bekannt. „Ja, von dem Problem haben wir gehört“, bestätigt er im WZ-Gespräch. „Aber wir halten von der Idee, die Kronen einzukürzen, gar nichts.“ Grund: Sobald dies geschehe, treibe die Platane umso mehr aus. „Einmal angefangen, kämen wir aus dem Beschneiden nicht mehr heraus“, sagt Heffungs.

Vielmehr sei die Stadt vor zwei Jahren hergegangen und habe die Bäume ausgedünnt. „Dabei haben wir sogar ganze Äste gekappt“, sagt der Tiefbauamtsleiter. Diese Maßnahme führe zwar ebenfalls zu einem Austreiben des Baumes – aber nicht in der Dimension und Geschwindigkeit, wie es das Einkürzen der Kronen zur Folge hätte.

Jede Menge trockenes Holz in Bäumen an der Brechtstraße

Apropos Baumschnitt: An der Brechtstraße in der Sandheide haben die Mitarbeiter des Tiefbauamts und des Bauhofs derzeit alle Hände voll zu tun – weniger, weil die Brechtstraße Teil des neuen Subzentrums ist, sondern weil in den Bäumen jede Menge Trocken- und Totholz steckt. „Und das muss raus“, betont Heinz-Peter Heffungs. „Schließlich kann es herunterfallen und Menschen verletzen.“

Insbesondere an der Brechtstraße, wo sich auch noch ein rege frequentierter Parkplatz befindet. Darüber hinaus müssen die Eichen und andere Bäume, die dort stehen, vom wild wuchernden Efeu befreit werden.

Eine der vorrangigen Pflichten der Stadt ist es, dafür zu sorgen, dass die Verkehrssicherheit der städtischen Bäume jederzeit gewährleistet ist. Heffungs: „Daher sind unsere Leute ständig unterwegs und schauen sich die Bäume an.“ Vor allem in Hochdahl gebe es immer wieder viel zu tun, „weil dieser Ortsteil grün ist wie kein zweiter“.

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