Ralf Buchholz und Herbert Marschlich von Neanderart stellen im „Gourmike“ aus.

Ralf Buchholz und Herbert Marschlich von Neanderart stellen im „Gourmike“ aus.
Herbert Marschlich vor einem seiner Werke.

Herbert Marschlich vor einem seiner Werke.

Blazy

Herbert Marschlich vor einem seiner Werke.

Erkrath. Seit November stellen die Künstler der Neanderart-Group im monatlichen Wechsel ihre Werke im „Gourmike“ aus. Die Kantine des Office Centers am Niermannsweg in Unterfeldhaus schien Vereinsgründer Ralf Buchholz mit seinen hellen Wänden und modernem Ambiente gut geeignet, um dort Bilder aufzuhängen. In der aktuellen Ausstellung zeigt der erfolgreiche Maler Herbert Marschlich ein gutes Dutzend seiner abstrakten Aquarelle. Eine Vernissage gab es nicht, aber als Buchholz und Marschlich am Freitagvormittag die Bilder aufhängten, ging es sehr gemütlich zu.

Während Herbert Marschlich mit den Tücken der Drähte und Nägel kämpfte, war Ralf Buchholz in Plauderlaune. Die Neanderart-Group besteht seit Februar 2008 und hat derzeit 43 Mitglieder. „Bei Beitrittsanfragen schaue ich mir das Repertoire des Künstlers genau an und entscheide, ob es zu uns passt“ erklärt das Multitalent. Im Falle Herbert Marschlichs sei es gar keine Frage gewesen. „Seine Bilder gefallen mir sehr gut“ sagt Buchholz und meint das auch so.

Neben den aktuellen Aquarellen malt Marschlich sonst gerne fotorealistische Landschaftsbilder, etwa aus Südfrankreich. „Aber ab und zu muss man mal der Gefühlswelt freien Lauf lassen und experimentieren“ sagt Marschlich. Dabei entstehen dann jene abstrakten Farbkompositionen, die jetzt noch bis zum 17. Juli täglich im Gourmike zu sehen sind. „Die Bilder haben durchaus eine Aussage“, sagt Herbert Marschlich, aber erklären möchte er sie nicht so gerne. Die Interpretation überlässt er dem Betrachter selbst. Nicht bei allen Bildern ist die Aussage so eindeutig wie etwa bei „Lagerästhetik“. Das Aquarell ist im letzten Jahr angesichts der Flüchtlingskrise entstanden und war bereits im Naturschutzzentrum Bruchhausen zu sehen.

Ein anderes Bild ist von der chinesischen Philosophie inspiriert und trägt den Titel „der Streit“. Herbert Marschlich hat Grafikdesign studiert und kam 1980 von Saarbrücken zunächst nach Düsseldorf, später nach Erkrath. Nachdem er bei verschiedenen Agenturen gearbeitet hatte, machte er sich 1989 selbstständig. Bereits nach einen Jahr Malen hatte er seine erste Ausstellung, bis heute waren es rund 100 im In- und Ausland. Allein in diesem Monat hat er acht eigene Ausstellungen, unter anderem in Monheim am Rhein. Die Öffnungszeiten des Gourmike sind immer von 10 bis 14.30 Uhr.

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