Bestimmt, aber freundlich sorgen die Frauen und Männer für eine freie Strecke beim Volkslauf.

Erkrath
Uli Scharrenberg signalisiert mit dem rot-weißen Absperrband, wo’s lang geht. Denn gestern hatten die Läufer Vorrang.

Uli Scharrenberg signalisiert mit dem rot-weißen Absperrband, wo’s lang geht. Denn gestern hatten die Läufer Vorrang.

Olaf Staschik

Uli Scharrenberg signalisiert mit dem rot-weißen Absperrband, wo’s lang geht. Denn gestern hatten die Läufer Vorrang.

„Wir sind schon seit 7 Uhr hier und sind sicher auch die Letzten, die gegen 15 Uhr gehen werden“, erzählt Claudia Thomas, eine von 20 Streckenposten, die gleich den Frauen und Männer den Weg weisen werden, den sie beim Absolvieren des 5000-Meter-Laufs nehmen müssen. Bereits zum 26. Mal beginnt mit dem „Volkslauf“ für Frauen und Männer der Großevent „Neandertallauf“. Mit ihren knallgelben Westen deutlich als Streckenposten zu erkennen, haben sie sich zu einer letzten Einsatzbesprechung getroffen, bevor es auf die jeweiligen Posten geht.

An Kilometer 1 ist der erste kritische Punkt

„Ihr müsst euch richtig breitmachen und Autorität ausstrahlen“, schwört Uli Scharrenberg, Vorsitzender des ASV-Lauftreff Kemperdick e. V., der für die Organisation der 5000 Meter Distanz verantwortlich ist, seine Mitstreiter ein. „Besonders bei Kilometer 1 ist ein neuralgischer Punkt, wenn die Läufer aus dem Fußgängertunnel hinaus kommen“, so der erfahrene Läufer, der alle 26 Neandertalläufe erst als Teilnehmer und nun schon seit mehreren Jahren als Organisator mitgemacht hat. „Bitte stellt besonders auf dem Hochdahler Markt sicher, dass die Begrenzungs-Hütchen ordentlich stehen. Denn leider sehen nicht immer alle Brötchen-Holer oder Gassi-Geher ein, dass sie eben mal nicht ihre gewohnten Wege gehen können,“ so Scharrenberg.

„Manchmal sind es auch die Eltern, die ihre Kinder so euphorisch anfeuern, dass sie die Absperrungen schon mal missachten“, ergänzt Claudia Thomas, deren Mann Jürgen erst die 5000 Meter selbst laufen und später als Streckenposten beim Drittelmarathon im Neandertal Dienst tun wird. „Wenn ich pensioniert bin und mehr Zeit zum Trainieren habe, werde ich vielleicht auch mal wieder die 14,065 Kilometer in Angriff nehmen“, sinniert Claudia Thomas, bevor sie zu ihrem Streckenabschnitt aufbricht. Uli Scharrenberg eilt inzwischen bewaffnet mit einer Rolle rot-weißem Absperrband zum kleinen Fußweg zwischen Trillser Graben und Beckhauser Weg, der ersten Linksabbiegung nach dem Start, die es zu sichern gilt. Unterstützt von einem Motorrad-Polizisten hält er den Verkehr auf der Sedentaler Straße an. „Entweder Sie warten, bis die Läufer alle durch sind, oder drehen um“, macht er den Autofahrern höflich, aber unmissverständlich klar.

Und dann kommen schon die ersten Läufer, von denen Uli Scharrberg einige mit Namen anfeuert. „Das sind neue Mitglieder im Lauftreff, die wir gezielt auf diesen Lauf vorbereitet haben“, verrät er nicht ohne Stolz.

Mitstreiter begleiten die Läufer bis über die Ziellinie

Eine Newcomerin sieht er an seinem zweiten Posten, an der Straßenecke Trills/Wahnemühle, wieder, zu dem er inzwischen gewechselt ist. Die letzten 1200 Meter geht sie zu Fuß, die Beine schmerzen zu sehr. Doch kurz vor den Hochdahler Arcarden kommen ihr zwei Laufkolleginnen entgegen. Sie begleiten sie ins Ziel, damit sie als Letzte nicht allein ankommen muss. Hier, im Zielbereich auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus, stehen Rainer Schwarz, Mitarbeiter beim Sponsor Stadtwerke Erkrath, und Astrid Vogt, Helferin vom TSV Hochdahl. „Wir haben den schönsten Job“, sind die Beiden sich einig. Sie überreichen allen Läuferinnen und Läufern, die es ins Ziel geschafft haben, ihre Medaille.

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