FDP will zunächst mehr Informationen. CDU sieht eingeschränkte Handlungsmöglichkeit.

Kreis Mettmann. Jetzt wird Fracking, die Erdgasförderung, bei der Chemikalien ins Erdreich gepumpt werden, politisch diskutiert. Die SPD hat einen Antrag für die Kreistagssitzung am kommenden Donnerstag, 29. März, gestellt, in der sie den Landrat dazu auffordert, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um das Fracking zu verhindern. Auch die Grünen lehnen die umstrittene Methode zur Erdgasförderung ab und haben schon Briefe an die Bundestagsabgeordneten der CDU, Peter Beyer und Michaela Noll, geschrieben. Sie sollen sich als Mitglieder der schwarz-gelben Bundesregierung dafür einsetzen, dass das Bergbaugesetz entsprechend geändert wird.

In den nächsten Fraktionssitzungen soll das Thema besprochen werden

Während sich die beiden Parteien auf das Thema stürzen, hielten sich CDU und FDP im Kreistag bisher zurück. „Natürlich können wir auch Abgeordnete aktivieren, etwas zu unternehmen. Aber wir wollen erst einmal die Sachlage sondieren. Wir brauchen mehr Informationen“, sagte Dirk Wedel, Fraktionsvorsitzender der FDP, auf Anfrage der WZ. Er möchte daher das Gutachten des Landesumweltministeriums abwarten, das im Herbst erscheint. „Was da genau gemacht wird und welches Risiko davon ausgeht, ist noch nicht durch das Gutachten geklärt. Dabei sind das wichtige Informationen, um überhaupt entscheiden zu können, was unternommen werden kann.“ Wedel ist der Ansicht, dass das Thema auf höherer Ebene angegangen werden muss. „Das ist eigentlich eine Landes- und Bundesangelegenheit.“

Die CDU sieht keine Möglichkeit, gegen das Fracking vorzugehen. „Dazu haben wir als Kreistag keine rechtliche Grundlage. Aber wir als Union sind eindeutig gegen diese Form der Erdgasförderung und halten sie für bedenklich“, sagte Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Völker.

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