In den Awo-Kindergärten wird ab sofort Klimaschutz gelebt. 40 Häuser sind beteiligt.

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In der Awo-Kindertagesstätte an der Düsseldorfer Straße in Mettmann helfen Mirac (6), Merlinda (5) und Luk-Noah (6) beim Energiesparen.

In der Awo-Kindertagesstätte an der Düsseldorfer Straße in Mettmann helfen Mirac (6), Merlinda (5) und Luk-Noah (6) beim Energiesparen.

Stefan Fries

In der Awo-Kindertagesstätte an der Düsseldorfer Straße in Mettmann helfen Mirac (6), Merlinda (5) und Luk-Noah (6) beim Energiesparen.

Kreis Mettmann. "Rettet den Eisbär" - unter diesem Motto fiel bei der Awo im Kreis Mettmann jetzt der Startschuss für ein ehrgeiziges Klimaschutzkonzept. "Wir werden jedes Jahr etwa 100.000 Euro in die Hand nehmen", kündigt Awo-Geschäftsführer Rainer Bannert an. Im laufenden Jahr seien sogar Investitionen von 150.000 Euro geplant.

Mit mehr als 40 Standorten ist die Awo der größte Träger von Kindertageseinrichtungen im Kreis Mettmann. In Kooperation mit einer Fachfirma werden diese derzeit mit Blick auf den Energieverbrauch geprüft.

"Wir geben jährlich 160.000 Euro für Strom und Gas aus", gab Bannert einen Einblick in die Energiekosten, die durch das Klimaschutzkonzept reduziert werden sollen. "Wir haben uns vorgenommen, den Verbrauch um 25 Prozent zu senken."

In einem ersten Schritt soll nun festgestellt werden, in welcher Einrichtung welche Maßnahmen umsetzbar sind. Investitionen, die sich schnell rentieren, sollen zuerst angepackt werden. Vor allem bei Neu- und Umbauten soll künftig auf die Energie geachtet werden.

Licht aus, Fenster zu: Kinder lernen das Energiesparen ganz praktisch

Bannert: "Es geht uns nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern auch um die Reduzierung der CO2-Emissionen". In etwa drei bis vier Jahren sollen alle Maßnahmen umgesetzt sein.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Umstellung auf energiesparende Beleuchtung. Die Awo-Kindertagesstätte in Mettmann, in der gerade der Umbau für die geplante U3-Betreuung kurz vor dem Abschluss steht, wird in den kommenden Wochen ein Pilotprojekt starten.

Dort sollen alle Glühbirnen ausgetauscht und Energiesparlampen genutzt werden. Dabei sollen auch die Kindergartenkinder in das neue Klimaschutzkonzept einbezogen werden. "Wir wollen nicht nur über Umweltschutz sprechen, sondern ihn auch vorleben und zum Teil des Alltags werden lassen.

So werden wir für die Kinder und auch für die Eltern glaubwürdiger", stellte Hildegard Schröder, Leiterin des Awo-Fachbereichs Kinder, klar. Das Licht ausmachen, den Wasserhahn zudrehen, das Fenster zum Lüften nicht so lange auflassen: Die Kita-Kinder sollen so ganz nebenbei lernen, wie Klimaschutz wirklich gelebt werden kann und warum man mit natürlichen Ressourcen sparsam umgehen sollte.

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