Für den Ratinger Orthopäden Sven Authorsen wird ein Traum wahr: Er betreut deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen.

Als Sportler war er den Olympischen Spielen nah, als Orthopäde ist Sven Authorsen nun dabei.
Als Sportler war er den Olympischen Spielen nah, als Orthopäde ist Sven Authorsen nun dabei.

Als Sportler war er den Olympischen Spielen nah, als Orthopäde ist Sven Authorsen nun dabei.

Pierre-Claude Hohn

Als Sportler war er den Olympischen Spielen nah, als Orthopäde ist Sven Authorsen nun dabei.

Ratingen. Vancouver - schon allein der Name der Stadt, die an der Westküste Kanadas liegt, sorgt bei Dr. Sven Authorsen für ein Leuchten in den Augen. Kein Wunder, finden in der Großstadt doch vom 12. bis zum 28. Februar die XXI. Olympischen Winterspiele statt - und Authorsen ist mittendrin. "Das ist natürlich ein absolutes Highlight für mich und ich freue mich jetzt schon wie ein kleines Kind", strahlt der Ratinger Orthopäde und Sportmediziner, der mit Dr. Carl-Heinz Ullrich seine Praxis in Heiligenhaus betreibt.

Der 42-Jährige fliegt nicht als Tourist über den großen Teich. Im Gegenteil: Seit sechs Jahren ist Authorsen nun schon Verbandsarzt des Eiskunstlauf-Nationalteams. Und wie zuvor schon bei einigen Welt- und Europameisterschaften, ist er nun auch in Vancouver für die Gesundheit der Sportler - diesmal unter anderem für die amtierenden Weltmeister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy - verantwortlich.

In den 90er Jahren beinahe selbst bei den Olympischen Spielen gestartet

"Ich war im Rahmen dieser Tätigkeit nun schon in einigen Ländern, aber eine Olympiade ist schon das Allergrößte für mich. Schon allein, weil ich in meiner aktiven Sportlerkarriere in den 90er Jahren so knapp an einer Teilnahme vorbeigeschrammt bin", erinnert er sich an seine eigene Eiskunstlaufkarriere zurück. Daher kommt auch der Kontakt zum Eiskunstlauf-Nationalteam. Bei der Weltmeisterschaft 2004 in Dortmund sprang Authorsen erstmals ein. Ein Jahr später kam dann die Anfrage vom Verband. "Da sagt natürlich niemand nein", grinst er. Seither teilt er sich mit einem Kollegen die großen Wettbewerbe wechselweise auf.

Bisher war der Orthopäde unter anderem schon bei Welt- und Europameisterschaften in Lyon, Moskau, Tokyo, Los Angeles und Zagreb mit dabei. Jetzt also das vierwöchige Abenteuer in Vancouver, das mit dem rund zehnstündigen Hinflug am Freitag beginnt. Am 20. Februar reist dann Frau Stefanie mit den beiden Kindern nach. "Im Anschluss an die Spiele bleiben wir dann noch drei Tage dort, um uns ein wenig umzuschauen. Ich habe gehört, dass Vancouver eine der schönsten Städte der Welt ist. Das kann man sich ja nicht entgehen lassen", sagt Authorsen, der ebenso wie die Athleten im olympischen Dorf untergebracht ist. "Darauf freue ich mich am meisten. Dort erlebt man tatsächlich das olympische Gefühl, dabei zu sein."

Einen besonderen Wunsch hat Authorsen für seine ersten Olympischen Spiele auch: "Es wäre ein absoluter Traum, die kanadische Eishockey-Nationalmannschaft mal live zu sehen." Der Traum könnte wahr werden. Zu verdanken hat er das dann aber auch seinem Praxis-Partner, der die Stellung in Deutschland hält: " Sonst könnte ich diese vier Woche niemals in Kanada verbringen."

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