Die „Onleihe“ von neun städtischen Büchereien im Internet richtet sich besonders an junge Leute.

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Besonders junge Leute sollen durch das digitale Medienangebot angesprochen werden.

Besonders junge Leute sollen durch das digitale Medienangebot angesprochen werden.

Digitale Bibliothek

Besonders junge Leute sollen durch das digitale Medienangebot angesprochen werden.

Kreis Mettmann. Vor rund fünf Monaten fiel der Startschuss für die "DigiBib": Mit Ausnahme der Stadt Ratingen bieten die städtischen Büchereien im Kreis Mettmann seit September des vergangenen Jahres Medien digital im Internet an. Um einen Blick in Tageszeitungen, Zeitschriften, Sachbücher, Lernhilfen oder Dokumentarfilme zu werfen, reichen nach der Online-Registrierung oder über die Homepage der jeweiligen Bücherei mittlerweile schon ein paar Mausklicks. Auch Musik und diverse Hörbücher sind ohne Probleme im Internet auszuleihen.

In den ersten fünf Monaten wurden über 2400 Mal Medien ausgeliehen

"Das Angebot wurde schon in den ersten Monaten sehr gut angenommen", freut sich Anja Bley, Fachgebietsleiterin der Stadtbücherei Velbert und Koordinatorin des Digitalangebotes. Seit Beginn des Online-Angebotes wurden kreisweit über 2400 Mal Medien bei der "Onleihe" abgerufen, das Angebot von anfangs 11000 digital angebotenen Titeln bis heute schon auf 21000 erweitert wurde.

Dabei sollte jedoch niemand überrascht sein, wenn aktuelle Bestseller nur als Hörbuch im Bestand zu finden sind. "Wir können nur die Lizenzen erwerben, die unsere Partnerfirma von den Verlagen bekommt. Und die Verlage geben die Lizenzen für aktuelle Romane äußerst selten heraus", erklärt Anja Bley, die zuletzt allerdings den Bestseller "Das Geheimnis der Herzmagneten" von Rüdiger Schache als Hörbuch in den Online-Bestand aufgenommen hat.

Die vorrangigen Zielgruppen, die die Büchereien jedoch mit "DigiBib" erreichen wollen, sind vor allem Schüler und Berufstätige, die sonst kaum die Gelegenheit haben, persönlich in die Bücherei zu kommen. "Das haben wir auch geschafft, wie der Querschnitt unserer bisherigen Anmeldungen zeigt", sagt Anja Bley, mit Blick auf die bislang rund 600 bis 700 registrierten Nutzer. Es sei zu erwarten, dass sich diese Zahl in absehbarer Zeit noch weiter erhöht: "Es sind über 80 Anträge für die Schnupperangebote bei uns eingegangen", so die Bibliothekarin.

Dieses "Schnupperangebot" ermöglicht Interessierten, das Online-Angebot zunächst einmal nur auszuprobieren - ohne zusätzliche Verpflichtungen oder Kosten. Auch die Besucher der Stadtbüchereien können dieses Angebot natürlich kostenfrei nutzen und sich für die "Onleihe" registrieren. "Vielen unserer Kunden ist das vielleicht noch gar nicht bekannt", vermutet Anja Bley.

Das Mindestalter für die "DigiBib"-Nutzung ist zehn Jahre. Zudem wird ein gültiger Benutzerausweis für eine der Stadtbibliotheken benötigt. Um die digitalen Medien darstellen zu können, sollte der heimische PC über den Acrobat Reader und den Windows Mediaplayer verfügen. Diese Programme werden auch im Internet zum Herunterladen angeboten.

Der digitale Katalog der "Onleihe" ist mit dem ebenfalls online gestellten Katalog der konventionellen Literatur verknüpft. Dieser umfasst die weit mehr als 600 000 Titel, die in allen betreffenden Bibliotheken eingesehen und ausgeliehen werden können. Ist ein Titel im Kreisgebiet nicht zu finden, kann er auch im Internet kostenpflichtig per Fernleihe von einer anderen Bücherei direkt nach Hause bestellt werden. "Ein tolle Sache, denn man hat das komplette Angebot auf einen Blick", so Anja Bley.

Pro Jahr und Stadt entfallen für das Projekt "DigiBib" rund 7000 Euro an Lizenzkosten.

Dabei ist das Angebot - neben der immer weiter wachsenden Vielfalt - vor allem eines: bequem. Leseratten oder Musikinteressierte können sich jeden Tag 24 Stunden lang mit Hilfe komfortabler und übersichtlicher Suchmöglichkeiten am heimischen PC die Medien ihrer Wahl für zehn Tage in digitalisierter Form ausleihen. Elektronische Zeitschriften und Zeitungen stehen für 24 Stunden zur Verfügung.

Sollten die Ausgaben der gesuchten Medien - kreisweit gibt es jeweils sechs Lizenzen - allesamt vergriffen sein, kann man sich für das nächste freie Exemplar vormerken lassen. Durch Erlöschen des Nutzungsrechts verläuft die "Rückgabe" der entliehenen Literatur ebenfalls automatisch. "Das ist sehr angenehm. Für die Kunden, aber auch für uns", sagt Anja Bley mit einem Augenzwinkern.

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