wza_1500x854_526961.jpeg
Foto: Stefan Fries

Foto: Stefan Fries

Foto: Stefan Fries

Ratingen. MAN, Iveco, Scania - diese Marken kennt heute jeder. Nur Kennern und Technik-Fans ist dagegen der Name DAAG ein Begriff. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die "Deutsche Last-Automobil-Aktiengesellschaft", die seit 1910 an der Bahnstraße unter anderem Lastwagen baute.

Bereits 1913 war die Firma mit neun unterschiedlichen Lastwagen und fünf Omnibussen am Markt vertreten, wobei eine Motorbremse, auf die die DAAG ein Reichspatent besaß, zu den besonderen technischen Attraktionen gehörte.

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte die DAAG auf den Schnelllaster, der vor allem bei Brauereien, Feuerwehren, kommunalen Fuhrparks und Zirkusbetrieben Zuspruch fanden, allein das Reichspostministerium bestellte 628 Stück. Die DAAG war eines der bedeutendsten, weltweit bekannten Ratinger Industrieunternehmen und mit 1200 Mitarbeitern (1928) einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Stadt. Nach geheimen Gesprächen mit dem Krupp-Konzern aus Essen wurde die DAAG für eine Million Reichsmark an die Firma Krupp verkauft, die das Ratinger Werk 1930 stilllegte. Die Produktionsreihen wurden durch Mercedes-Benz übernommen.

Quelle: Stadtarchiv "Ratinger Straßennamen".

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer