Rund um „Sehnsucht“ könnte es beim nächsten Kreiskulturfestival gehen. Und um Theater. Doch noch ist unklar, ob sich alle Städte im Kreis die Teilnahme leisten können.

Biennale-Maskottchen 2009: Linn Marx, die als „Neanderländerin“ durch den Kreis tourte.
Biennale-Maskottchen 2009: Linn Marx, die als „Neanderländerin“ durch den Kreis tourte.

Biennale-Maskottchen 2009: Linn Marx, die als „Neanderländerin“ durch den Kreis tourte.

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Biennale-Maskottchen 2009: Linn Marx, die als „Neanderländerin“ durch den Kreis tourte.

Mettmann. Das Neanderland - auch bekannt als Kreis Mettmann - ist ein Kunstgebilde und der Neanderländer eine fiktive Figur. Doch im nächsten Jahr soll sich dieser Neanderländer wieder auf den Weg machen durch sein Reich. Denn er soll Sehnsucht haben. "Sehnsucht" soll ein Teil des Mottos sein, unter dem die Neanderland Biennale 2011 - die fünfte ihrer Art - stattfinden soll.

Noch stecken die Planungen in der Anfangsphase, wie ein Vortrag von Meike Utke vor dem Kreiskulturausschuss zeigte. Die Leiterin des Büros für regionale Kulturpolitik Bergisches Land stellte die bisher vorhandenen Eckpunkte vor. Und sie musste auch gleich die aktuellen Probleme aufzeigen. Denn die Stadt Velbert hat ihre Teilnahme an der Biennale in Frage gestellt.

Freiwillige Leistungen sind nicht drin - egal, wie klein sie sind

Die bisher geäußerte Absage werde noch überdacht, wie Kreissprecherin Daniela Hitzemann erklärte. Nicht nur Velbert hat finanziell Probleme, seinen Beitrag für die Neanderland Biennale zu zahlen. Es sind wohl nur 2.000 Euro für jede Stadt. Doch freiwillige Leistungen sind für eine Nothaushaltsgemeinde wie Velbert eigentlich nicht möglich.

"Voraussichtlich werden sich vier der kreisangehörigen Gemeinden im Nothaushaltsrecht befinden und weitere drei nach einem Haushaltssicherungskonzept arbeiten", erklärte auch Utke. Auf der anderen Seite wurde in den vergangenen Jahren die Biennale mit 60.000 Euro durch das Land aus dem Topf für regionale Kulturprojekte gefördert.

Thematisch soll die Biennale 2011 an die von 2009 anknüpfen, wie Utke erklärte: "Auf Grund des Quantensprungs im letzten Jahr in den Punkten Bekanntheitsgrad und Besucherresonanz wird die Neanderland Biennale 2011 wieder die erfolgreiche Kunstsparte Theater in den Mittelpunkt stellen." Das genaue Thema müsse noch entwickelt werden. Klar ist, dass Uwe Muth, der auch 2009 das Konzept erarbeitete, wieder Intendant der Neanderland Biennale werden soll.

Wer Neanderländer wird, soll ein Casting ergeben

Stattfinden sollen die Veranstaltungen der Biennale in der Zeit von Mai bis Juli 2011. Wer dann die Rolle des Neanderländers oder der Neanderländerin spielen soll, der durch die Veranstaltungsreihe führt, ist noch unklar. Es soll zur Besetzung noch in diesem Jahr ein kreisweites Casting geben.

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