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Warum ausgerechnet der Hof neben dem Technischen Rathaus nach dem Reformator Martin Luther benannt ist, wissen nur wenige.

Warum ausgerechnet der Hof neben dem Technischen Rathaus nach dem Reformator Martin Luther benannt ist, wissen nur wenige.

Stefan Fries

Warum ausgerechnet der Hof neben dem Technischen Rathaus nach dem Reformator Martin Luther benannt ist, wissen nur wenige.

Ratingen. Freilich, der Name des Reformators Martin Luther ist jedem geläufig. Doch warum ausgerechnet der Hof neben dem Technischen Rathaus nach ihm benannt ist, wissen nur wenige.

An dieser Stelle befand sich bis 1817 die lutherische Kirche, die heute als Wohnhaus genutzt wird. Der Reformator Martin Luther (1483 bis 1546) war ursprünglich Augustinermönch und wurde 1507 zum Priester geweiht. Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte er an der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen über den Ablasshandel der katholischen Kirche.

Als er von seiner Position nicht abrücken wollte, kam es 1520 zum Bruch mit Rom - der Anstoß zur Reformation war gegeben. Mit der Übersetzung der Bibel in eine allgemein verständliche Sprache legte Luther nicht nur die Basis für die deutsche Hochsprache, sondern ermöglichte es großen Teilen der Bevölkerung, selbst in der Bibel zu lesen.

Hintergrund der Ratinger Kirchenschließung war die Union der lutherischen mit der reformierten Gemeinde. Die Lutheraner, zuletzt nur noch etwa 150 Mitglieder zählend, folgten einem Aufruf von König Friedrich Wilhelm III. und bekundeten dem reformierten Prediger Christoph Hengstenberg ihr Interesse an dem Zusammenschluss beider Gemeinden.

Zwischen Hengstenbergs Antwort und dem offiziellen Fusions-Akt lagen dann nur zwei Tage. Der König verlieh den Ratingern später die Unionsmedaille für die vorbildliche Vereinigung.

Quellen: Stadtarchiv "Ratinger Straßennamen", Evangelische Kirche Rheinland.

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