Die Arbeitsagenturen melden sinkende Arbeitslosenzahlen.

Kreis Mettmann. Der wirtschaftliche Aufschwung hat sich auch auf dem Arbeitsmarkt des Kreises Mettmann bemerkbar gemacht. Mehr Menschen haben wieder eine Beschäftigung aufnehmen können. Dies gilt sowohl für den Arbeitsagentur-Bezirk Düsseldorf, der die Städte Ratingen, Langenfeld, Monheim, Hilden, Haan und Erkrath betreut, als auch für den Agentur-Bezirk Wuppertal, zuständig für die Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath.

Weniger Arbeitslose als vor der Krise

Die Arbeitslosenquote für die Region Niederberg ist von 7,6 Prozent im November auf 7,5 Prozent im Dezember gesunken. So sind in Wülfrath, Heiligenhaus und Velbert rund 900 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr.

„Die Arbeitslosenquote sank damit im Dezember erstmalig wieder unter den Wert von 2008“, sagt Martin Kleber, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Wuppertal. Damals hatte die Quote bei 7,9 Prozent, im Krisenjahr 2009 sogar bei 8,7 Prozent gelegen.

Durch die konjukturelle Erholung habe sich der Arbeitsmarkt im Vorjahr dynamisch entwickelt, so dass die Situation jetzt sogar noch günstiger sei als vor der Krise. Am meisten profitiert vom Aufschwung haben junge Arbeitnehmer unter 25 Jahre. So waren im Dezember 426 junge Erwachsene arbeitslos, das sind 171 oder 28,6 Prozent weniger als im Dezember 2009.

Allerdings, sagt Kleber, sei die Lage auf dem Ausbildungsmarkt besorgniserregend. In Velbert, Wülfrath und Heiligenhaus wurden im vergangenen Jahr nur 2639 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das ist der niedrigste Stand der letzten elf Jahre.

In den anderen Städten des Kreises Mettmann sank die Arbeitslosenquote leicht von 6,7 Prozent im November auf 6,6 Prozent im Dezember 2010. In absoluten Zahlen ausgedrückt: 16 520 Personen waren im Dezember ohne Job, im November waren es 16 726, also 206 Personen mehr. Zum Vergleich: Im Dezember 2009 waren es 18 578 Personen, die arbeitslos gemeldet waren.

Für die einzelnen Städte sehen die Arbeitslosenquoten für Dezember 2010 wie folgt aus: Mettmann (7,8 Prozent), Ratingen (6,1), Hilden (5,9), Langenfeld (5,4) und Velbert (8,8). Für Monheim, Erkrath, Haan, Wülfrath und Heiligenhaus liegen keine Quoten vor. Für diese kleinen Städte würden die Prozentzahlen nicht ermittelt, teilte ein Sprecherin der Arbeitsagentur mit.

In der Region Niederberg sind aktuell 5103 Personen auf der Suche nach einer Beschäftigung. Davon werden 1482 von der Agentur für Arbeit betreut, 3621 beziehen Hartz IV.

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