Nach dem Aus der Arge kehren 270 Mitarbeiter zu Kreis und Städten zurück.

Mettmann. Wenn die Arge-aktiv, die für die Zusammenlegung der Sozialhilfe und der Arbeitslosenunterstützung gegründet wurde, wie geplant wieder aufgelöst wird und die Aufgaben wieder auf Bund und Kommunen aufgeteilt werden, kommt auf den Kreis Mettmann und die kreisangehörigen Städte eine erhebliche Belastung zu. Wie Landrat Thomas Hendele erklärt, müssen 270 Mitarbeiter, die bei der HartzIV-Reform aus dem kommunalen Dienst in die Arge gewechselt sind, wieder in den kommunalen Verwaltungen untergebracht werden. "Wir haben den Mitarbeitern das damals versprochen und werden dazu stehen", sagte Hendele. Dass von den 270 einer zum Bund wechselt sei kaum zu erwarten. Hendele rechnet vor. dass Kreis und Kommunen für sie pro Jahr etwa zwölf Millionen Euro Personalkosten aufbringen müssen. Die Einsparung dieses Geldes sei aber genau die Entlastung, die die Bundesregierung bei der HartzIV-Reform den Kommunen versprochen habe. Hendele fasste jetzt vor dem Kreistag die Entwicklung kurz zusammen: "Welche ein Wahnsinn: Der Bund schreibt dann Stellen aus, und wir müssen die gleiche Zahl Mitarbeiter integrieren."

Welche Auswirkungen die Städte im Detail erwarten, könnte sich für sie in der nächsten Woche herauskristallisieren. Denn nach Auskunft von Wülfraths Bürgermeisterin Claudia Panke findet dann ein Gespräch zu diesem Thema beim Kreis statt. ank

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