Während Bayer die Sicherheit der Anlage betont, sind die Aktivisten von den Nachbesserungen nicht überzeugt.

Pipelineaufbau: In der Mitte liegt ein dickes schwarzes Rohr für das Gas selbst, darüber verlaufen Datenleitungsrohre. Links sind die sogenannten Geogrid-Matten zu erkennen, die die Pipeline schützen sollen. Foto/Archiv: Dirk Thomé
Pipelineaufbau: In der Mitte liegt ein dickes schwarzes Rohr für das Gas selbst, darüber verlaufen Datenleitungsrohre. Links sind die sogenannten Geogrid-Matten zu erkennen, die die Pipeline schützen sollen. Foto/Archiv: Dirk Thomé

Pipelineaufbau: In der Mitte liegt ein dickes schwarzes Rohr für das Gas selbst, darüber verlaufen Datenleitungsrohre. Links sind die sogenannten Geogrid-Matten zu erkennen, die die Pipeline schützen sollen. Foto/Archiv: Dirk Thomé

Werner Breuer, Projektmanager bei Bayer, zeigte im Oktober 2013, wie die Pipeline unter der Erde mit Matten geschützt werden soll. Foto/Archiv: Dirk Thomé

Thome, D. (dth), Bild 1 von 2

Pipelineaufbau: In der Mitte liegt ein dickes schwarzes Rohr für das Gas selbst, darüber verlaufen Datenleitungsrohre. Links sind die sogenannten Geogrid-Matten zu erkennen, die die Pipeline schützen sollen. Foto/Archiv: Dirk Thomé

Kreis Mettmann. Das jüngste Erdbeben in Erkrath hat bei den Gegnern der umstrittenen CO-Pipeline von Bayer zwischen Dormagen und Krefeld erneute Sicherheitsbedenken entfacht.

„Bayer hat ja immer gesagt, dass es im Kreis Mettmann keine Erdbeben gibt“, sagt Wolfgang Cüppers, Erster Vorsitzender der Bürgerinitiative „Bau-Stopp der Bayer-Pipeline“. Er sei beunruhigt, schließlich sei die Erdbebensicherheit der 67 Kilometer langen Leitung „letztlich nie bewiesen worden“.

Bislang waren Beben im Kreisgebiet unbekannt. Seit 1980, als der Geologische Dienst NRW seine Messungen aufgenommen hat, gab es hier keinerlei Aktivitäten. „Der Vorfall zeigt jetzt, dass Erdbebengefahr auch entlang der Trasse existiert“, sagt Dieter Donner, Sprecher der Pipeline-Gegner.

Die Vorgeschichte: 2011 gab das Verwaltungsgericht Düsseldorf Bayer in Sachen Erdbebensicherheit Hausaufgaben auf. Den Richtern fehlten Informationen, etwa zur Stabilität der oberirdischen Teile der Anlage und über mögliche Hohlräume im Hildener Baugrund.

Inzwischen hat Bayer mit Probebohrungen nachgebessert und gibt sich, was die Sicherheit der Leitung bei Vibrationen angeht, selbstbewusst: „Das Gericht hatte keine Bedenken gegen die Erdbebensicherheit. Es sah lediglich spezielle Fragen seitens eines unabhängigen Gutachters als ungeklärt an“, sagt Bayer-Pressesprecher Jochen Kluener. Leichte Erdstöße seien kein Problem und die Wände der Pipeline sehr dick und trotzdem verformbar.

Dieter Donner ist davon nicht überzeugt. Das Düsseldorfer Gericht sei in die Prüfung der Erdbebensicherheit gar nicht eingestiegen, da eine andere Frage in den Vordergrund trat: Ist das Rohrleitungsgesetz, mit dem Enteignungen entlang der Pipeline ermöglicht wurden, verfassungskonform? Diese Frage hatte das Oberverwaltungsgericht Münster mit Nein beantwortet. Inzwischen liegt der Fall beim Bundesverfassungsgericht. Eine Entscheidung steht frühestens im Sommer an.

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