Mettmann. Selbstverständlich ist immer einer da, der als Schülerlotse bei Wind und Wetter an der verkehrsträchtigen Straße steht. Natürlich findet sich stets jemand, der in Kindergärten oder Schulen vorliest. Und auch für die Einkaufsdienste an alten, alleinstehenden Menschen gibt es immer irgendwen, dem diese Arbeit nicht zuviel ist. Natürlich. Selbstverständlich.

Nein. All das ist weder natürlich noch selbstverständlich. Aber es ist alltäglich. Es ist so normal, dass viele Nutznießer solcher Arbeiten gar kaum mehr einzuschätzen wissen, wie wertvoll der Dienst ist, der ihnen da jeden Tag überall von irgendjemandem erwiesen wird. Ehrenamt ehrt jene, denen geholfen wird. Aber wer ehrt die Ehrenamtler? Das mündliche Dankeschön ist Routine. Das Schulterklopfen kommt schon seltener vor. Und wer als Ehrenamtler einmal vom Bürgermeister oder gar von seinem zuständigen Bundestagskandidaten empfangen wird, der darf sich schon glücklich schätzen.

Dabei ist der Dienst, den die vielen Helden am Gemeinwesen leisten, überhaupt nicht hoch genug einzuschätzen. Ganz zu schweigen von den Milliarden von Euro, die Vater Staat nicht ausgeben muss, weil eben jemand da ist, der sich als Schülerlotse darum kümmert, dass Kinder sicher in die Schule kommen, oder der in Kindergärten regelmäßig dafür Sorge trägt, dass die Kleinen von der großen, geheimnisvollen Welt der Märchen erfahren und so ganz nebenbei auch noch besser sprechen lernen, oder der sich um die Alten und Kranken kümmert, die niemanden mehr haben, oder, oder, oder.

Die Westdeutsche Zeitung und die RWE Rheinland Westfalen Netz AG wollen sich selbst die Ehre geben, diese stillen Stars der Gesellschaft für ein paar Augenblicke in den Mittelpunkt zu rücken. Wir suchen die Helden des Alltags im Kreis Mettmann. Der mit insgesamt 6250 Euro dotierte Preis soll an jene verteilt werden, die regelmäßig für andere da sind, ohne etwas dafür zu verlangen. Das kann der Märchenonkel im Kindergarten sein, der Lesepate in der Grundschule oder der Vater, der sich nicht zu schade ist, Wochenende für Wochenende die Jugendmannschaften seines Heimatsportklubs durch die Region zu fahren.

Angesprochen fühlen sollen sich auch Menschen, die sich um einsame Nachbarn kümmern, Einkäufe erledigen und regelmäßig nach dem Rechten schauen, damit die eigenen vier Wände nicht gegen das Altenheim eingetauscht werden müssen. Der Preis richtet sich auch an jene, die es behinderten Mitmenschen ehrenamtlich ermöglichen, ein weitgehend normales Leben in der Gesellschaft zu führen.

Unter dem Namen "RWE Companius - Menschen machen’s möglich" fördert der Energiekonzern RWE, hier unter dem Titel "Helden des Alltags" und in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung, gemeinnützige Arbeit für Bildung und Erziehung auf den Gebieten Sport, Kultur, Soziales, Natur/Umwelt.

Helden des Alltags gibt es überall, natürlich auch in den zehn Städten des Kreises Mettmann. Jeder WZ-Leser kennt bestimmt mindestens einen. Eben diesen einen oder auch mehrere können Sie als "Helden des Alltags" vorschlagen. Ehrenamtler dürfen sich aber auch selbst um den Preis bewerben. Der Sieger erhält 2000 Euro, der Zweite wird mit 1000 Euro belohnt, für den Dritten gibt es 500 Euro. Sieben weitere Preisträger dürfen sich über jeweils 250 Euro freuen.

Aus den Vorschlägen sucht eine Jury, in der neben Vertretern der RWE Rheinland Westfalen Netz AG und der WZ, Wülfraths neue Bürgermeisterin Claudia Panke und der Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, sitzen, zehn aus. Diese zehn werden nacheinander in der WZ vorgestellt. Wer der Held des Alltags im Kreis Mettmann wird, bestimmen die WZ-Leser schließlich per Post oder per E-Mail. Einsendeschluss: 31. November.

Post: Westdeutsche Zeitung, Otto-Hausmann-Ring 185, 42115 Wuppertal.

E-Mail: redaktion.kreis-mettmann@westdeutsche-zeitung.de.

Das Bewerbungsformular als pdf-Datei herunterladen.

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