Heute ist der Tag der Notrufnummer. Anrufer sind jedoch nicht immer hilfsbedürftig.

Kreis Mettmann. Die Liste der Gedenk- und Aktionstage ist lang: Da gibt es den Weltfriedenstag, den Welttag der Kranken oder den Weltwassertag – und heute ist der Tag der Notrufnummer 112. Es sind die Ziffern, die viele bereits seit ihren Kindertagen kennen und wissen, dass sie im Notfall diese Nummer wählen müssen, damit die Feuerwehr oder der Notarzt kommen. Die Nummer gilt übrigens europaweit.

Einsatzzentralen in Mettmann, Langenfeld und Haan

Einsatzzentralen im Kreis Mettmann, die über die 112 zu erreichen sind, gibt es in Mettmann, Langenfeld und Velbert. Alle anderen Städte haben keine eigene Zentrale, sie werden von den Leitstellen über Einsätze informiert. „Dass wir keine eigenen Zentrale haben und die Leute uns nicht direkt über die 112 erreichen können, ändert aber nichts daran, dass wir im Einsatzfall schnell vor Ort sind. Die Übertragung von der Kreisleitstelle auf Mettmann nach Haan läuft in Sekundenschnelle“, sagt Wolfgang Flüchter, Brandamtsmann aus Haan.

Diese Erfahrung teilt Joachim Herbrand, Brandoberamtsrat aus Ratingen. Die Feuerwehr dort ist seit 1998 nicht mehr über die 112 erreichbar, sondern wird ebenfalls von Mettmann aus im Notfall alarmiert. „Das finden wir aber gut, weil so im Fall mehrerer paralleler Einsätze die Koordination besser läuft. Eine zentrale Stelle, die den Überblick hat, kann das viel besser organisieren, als wenn alle Feuerwehren sich untereinander abstimmen müssten. Das dauert zu lange und kostet Zeit, die wir im Notfall aber nicht haben.“

Ralf Mader, Leiter der Kreisleitstelle in Mettmann, und seine Kollegen feiern den heutigen Tag der 112 zwar nicht. „Aber es ist natürlich schön, dass viele die Nummer kennen“, sagt er.

Frage nach dem Apothekendienst ist keine Ausnahme

Lediglich ein bis zwei Fehlanrufe gehen in der Leitstelle pro Tag ein. „Manche denken aber auch, dass sie hier anrufen können, wenn sie wissen wollen, welche Apotheke Notdienst oder welcher Arzt Bereitschaftsdienst hat.“ Auch wenn die 112 nicht für solche Fälle da sei, würden die Feuerwehrmänner weiterhelfen und die passenden Informationen geben. „Wir verstehen uns ja als Dienstleister.“

Auch in Velbert rufen die Menschen nicht immer die 112 an, wenn sie einen Brand oder Notfall melden wollen. „Manche wollen einfach Informationen zu Themen rund um den Brandschutz“, sagt Feuerwehrmann Reinhard Lüdecke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

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