Die jüngste Debatte um die Wildtierhaltung betrifft nun auch den Tierpark an der Grotenburg.

Die jüngste Debatte um die Wildtierhaltung betrifft nun auch den Tierpark an der Grotenburg.
Zoodirektor Wolfgang Dreßen. Archiv

Zoodirektor Wolfgang Dreßen. Archiv

Zoofreunde-Vorsitzender Friedrich Berlemann. Archiv

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Zoodirektor Wolfgang Dreßen. Archiv

Krefeld. „Zoo und Zirkus sind als Institution nicht miteinander vergleichbar“, betont Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. Zoos orientierten sich in ihrer Funktion an den vier Hauptaufgaben Artenschutz, Erholung, Forschung und Bildung.

„Zootiere sollen natürliches Verhalten zeigen und ausleben können. Die Gestaltung von Gehegen, die Fütterung und die Zusammensetzung der Tiergruppen orientieren sich daher an den natürlichen Bedürfnissen, die aus Studien aber auch aus der modernen Tiergartenbiologie bekannt sind. Auch der Kontakt zu den Tierpflegern wurde in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert, um Fokussierung zu vermeiden“, so Dreßen.

Die jüngste Debatte um die Wildtierhaltung betrifft nun auch den Tierpark an der Grotenburg.
Zoodirektor Wolfgang Dreßen. Archiv

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Zoofreunde-Vorsitzender Friedrich Berlemann. Archiv

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Zoofreunde-Vorsitzender Friedrich Berlemann. Archiv

Zoos optimieren schon lange ihre Tierhaltung: Weniger Tiere auf mehr Raum, naturnahe Gehege, optimierte Nahrung und intensive Tierbeschäftigung heißt die Devise bei der Wildtierhaltung wissenschaftlich geführter Zoos.

Die Zoofreunde sind entsetzt über die derzeitige politische Debatte in Krefeld: „Die Haltung von Wildtieren in Zoos wird seit Jahrzehnten erforscht und verbessert. Die Zoos haben darüber hinaus einen Bildungsauftrag und fördern durch weltweite Kooperationen die Erhaltung von Arten durch ihre zahlreichen Zuchterfolge besonders von hochbedrohten Arten“, sagt Friedrich Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde Krefeld.

Zoofreunde halten andere Probleme in Krefeld für wichtiger

Er verweist auf die Erfolgsgeschichte des Krefelder Zoos in den letzten zehn Jahren seit Gründung der GmbH. „Wir haben in Krefeld zig andere schwerwiegende lokale Probleme zu lösen, als derartig unnütze Diskussionen zu führen“, sagt Berlemann.

Die Tierhaltung in Zoos unterliegt strengen Richtlinien. Angefangen beim Washingtoner Artenschutzabkommen, das jeglichen Handel mit bedrohten Wildtieren regelt, bis hin zu den im Jahr 2014 neu verabschiedeten Mindesthaltungsnormen für Säugetiere, die die Rahmenbedingungen der Tierhaltung in Zoos vorschreibt. Zoos werden stets von den Unteren Landschaftsbehörden wie auch Veterinärbehörden überwacht und müssen eine Betriebsgenehmigung nach einer EU-Richtlinie vorweisen.

Auch Zirkusse werden behördlich kontrolliert und haben Vorschriften für die Haltung von Tieren. Die Leitlinien für Zirkusse, an denen sich die Behörden orientieren, unterscheiden sich von denen für Zoos und sind das letzte Mal in 2000 überarbeitet worden.

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