Wolfgang Dreßen ist der 45. Doctor humoris causa der Gesellschaft Uzvögel.

Endgültig ein Doctor humoris causa: Zoodirektor Wolfgang Dreßen im Kreise seiner Vorgänger. Nur Ex-Polizeipräsident Dieter Friedrich, links hinter dem neuen Doctor, wollte keinen weiteren Westfalen in der Runde.
Endgültig ein Doctor humoris causa: Zoodirektor Wolfgang Dreßen im Kreise seiner Vorgänger. Nur Ex-Polizeipräsident Dieter Friedrich, links hinter dem neuen Doctor, wollte keinen weiteren Westfalen in der Runde.

Endgültig ein Doctor humoris causa: Zoodirektor Wolfgang Dreßen im Kreise seiner Vorgänger. Nur Ex-Polizeipräsident Dieter Friedrich, links hinter dem neuen Doctor, wollte keinen weiteren Westfalen in der Runde.

Andreas Bischof

Endgültig ein Doctor humoris causa: Zoodirektor Wolfgang Dreßen im Kreise seiner Vorgänger. Nur Ex-Polizeipräsident Dieter Friedrich, links hinter dem neuen Doctor, wollte keinen weiteren Westfalen in der Runde.

Krefeld. Die Beweisführung des Kandidaten war präzise, lückenlos und stichhaltig. Das akademische Kollegium der Gesellschaft "Uzvögel" konnte gar nicht anders als Zoodirektor Wolfgang Dreßen (52) zum 45. Doctor humoris causa zu ernennen. Nur einer war wieder mal dagegen: Ex-Polizeipräsident Dieter Friedrich wollte keinen weiteren Westfalen in der Runde haben.

Im großkarierten Forscher-Outfit belegte Wolfgang Dreßen, dass Willy Millowitsch seinen Hit "Enne Besuch im Zoo" in Krefeld erdacht haben muss. Das "oh, oh, oh" im Refrain habe er als zeitweiliger Bockumer täglich von den Seelöwen gehört.

Doch kaum hatte Dreßen auf der Bühne des gut besetzten Stadtwaldhauses die Stimmen sicher, ließ er seiner wahren Natur freien Lauf und outete sich mit E-Gitarre als Rock-Musiker. Das brachte selbst seine verschüchterte Assistentin Anita (Paula Emmrich) in Bewegung

Kaiser-Wilhelm-Museum soll nur noch "Aap-Kunst" ausstellen

Die Runde der Doctores hatte alles getan, um den Wissenschaftler zu verwirren und abzuschrecken. Theo Versteegen zeigte als "Mann vonne Zoolotterie", dass er geldgierig ist und Elefanten-Dienste verlost. Thomas Pluschkell, der mit Ex-Prinz Johannes Kockers kurzweilig durch den Abend moderierte, meinte als 2,03 Meter "kleener Doll", dass sich die Flachbildschirme dem Niveau der Sendungen angepasst haben.

Im vertrauensvollen Gespräch mit der Bundeskanzlerin sagte Günter Baier als "Pförtner vom Bundestach" Angela Merkel deutlich, dass sie keine Ahnung hat - vom Karneval.

Theo Windges, der zu den unpassendsten Momenten mit einem Schild an den Bühnenrand sprang und das Auditorium zum Singen "Zooo ein Tag, so wunderschön..." animierte, lüftete ein Geheimnis: Das Kaiser-Wilhelm-Museum wird zu einer Affen-Mal-Akademie umgebaut, in der es dem Zoo möglich ist, Aap-Art zu zeigen.

Einen Bärendienst bot Abbruchunternehmer Johannes Kockers dem Zoo an, für "kleine Kohle" das Grotenburg-Stadion abzureißen, um mehr Platz für Tiere zu schaffen. Das lockte Manfred Coelens Pappkopp Matthes aus der Reserve, der als Body-Guard von Ailton den Fußballplatz mit dem Schwert verteidigte und vom Sieg über Bayern München im ausgebauten Stadion träumte. Wie weit es mit den Doctores schon gekommen ist, belegte Volker Diefes, der als Jüngster von "früher" erzählte und seinen ersten Generationskonflikt zum Besten gab.

Zwischen den Plüsch-Affen der Bühnendekoration tauchte ein riesiger Gorilla namens Wolfgang - wie Thomas Pluschkell gut 2,03 Meter groß - mit seinem völlig verwirrten Professor Joachim Watzlawik auf, dessen Vorlesung so wissenschaftlich war, dass keiner sie verstehen konnte.

Die Laudatoren des Kandidaten verrieten, dass Wolfgang Dreßen eigentlich Referent des Oberbürgermeisters hätte werden sollen, da er über "große Sprünge mit leerem Beutel" promoviert hat.

Die Abstammung aus dem Sauerland wurde ihm verziehen, zumal er selbst auf Distanz ging und ein Bekenntnis zum Rheinland ablegte: "Sauerländer sein - haben Sie eine Ahnung, was das heißt?"

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