Die Quote geht auf 10,7 Prozent zurück. Der Arbeitsagentur Krefeld waren so viele offene Stellen wie lange nicht gemeldet.

Krefeld. Der Arbeitsmarkt in Krefeld hat sich 2014 positiv entwickelt: Im Januar 2014 waren in der Stadt Krefeld 13 342 Menschen arbeitslos (Quote: 11,7 Prozent) gemeldet, im Dezember waren es nur noch 12 432. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 10,7 Prozent. Die Entwicklung war positiver, als wir sie noch Anfang des Jahres 2014 erwartet hatten“, sagt Ingo Zielonkowsky, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Krefeld.

Für Januar und Februar wird höhere Quote erwartet

Selbst im Dezember ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum November aufgrund der milden Temperaturen um 0,1 Prozentpunkte gesunken.

Für den Januar und Februar geht der Arbeitsamtchef von steigenden Zahlen aus. „Das hängt mit dem 31. Dezember als typischem Kündigungstermin zusammen, auch befristete Arbeitsverträge laufen dann aus“, sagt Zielonkowsky. Für das Jahr 2015 erwartet er eine positive Entwicklung, wenn auch schwächer als im Vorjahr: „Trotz der nicht nur positiven Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2015 bin ich verhalten optimistisch, dass sich die positive Entwicklung des letzten Jahres auch in diesem Jahr fortsetzt.“

Ebenfalls positiv: Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur für Krefeld und den Kreis Viersen über das ganze Jahr so viele offene sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet wie lange nicht: Im Jahresdurchschnitt waren es 11 411 (im Vorjahr 10 269).

Hartmut Schmitz von der Unternehmerschaft Niederrhein und Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit führt das darauf zurück, dass die Unternehmen bereit sind, „Fachkräfte auf Vorrat einzustellen bzw. zu halten, obwohl die konjunkturellen Unsicherheiten anhalten. Nur mit gut ausgebildetem Personal werden Unternehmen im globalisierten Wettbewerb bestehen können.“

Abgeschlossene Ausbildung ist beste Arbeitslosenversicherung

Sorgen bereitet der Agentur der Arbeitsmarkt für Jugendliche. Auf eine Stelle kommen zwei Bewerber. „Bei steigender Bewerberzahl gibt es immer weniger Ausbildungsstellen. Die Zahl der Stellen nimmt Jahr für Jahr ständig ab“, beklagt Ralf Köpke, Krefelder DGB-Chef und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung gelte immer noch als die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, betont Evelyn Schotten, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur. Zwei Drittel der Hartz-IV-Empfänger, das sind 11 140 Arbeitslose, haben keine abgeschlossene Berufsausbildung.

So haben vor allem durch Qualifizierungs- und Ausbildungsmaßnahmen 332 Personen unter 25 Jahren im Vergleich zum Vorjahr eine Arbeitsstelle im Arbeitsamtsbezirk gefunden. Um die Jobchancen von Jugendlichen zu verbessern, hat die Agentur vier zusätzliche Berater eingestellt.

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