Bürger fordern Tempo-30, damit die Gefahr für Schüler, Sportler und Anlieger gemindert wird.

Bürger beschweren sich über die brenzlige Lage, gerade zu Stoßzeiten. Fahrradfahrer sind besonders betroffen.
Bürger beschweren sich über die brenzlige Lage, gerade zu Stoßzeiten. Fahrradfahrer sind besonders betroffen.

Bürger beschweren sich über die brenzlige Lage, gerade zu Stoßzeiten. Fahrradfahrer sind besonders betroffen.

Dirk Jochmann

Bürger beschweren sich über die brenzlige Lage, gerade zu Stoßzeiten. Fahrradfahrer sind besonders betroffen.

Krefeld. Sportstätten ziehen viele Menschen an: Schüler, Eltern, Vereinsmitglieder und Besucher. Diese sind zu Fuß, zu Rade, mit dem Schulbus oder Auto unterwegs. Eine gefährliche Kombination.

"Es gleicht an ein Wunder, dass zu Stoßzeiten noch nichts passiert ist", sagt Tatiana Heuser, Anwohnerin und Mutter dreier Kinder. Bei Hochbetrieb sähe es so aus: "Autos halten mitten auf der Straße, Kinder werden rausgelassen, müssen dann auf nachfolgende Autofahrer achten, die drängeln und schlimmstenfalls einfach ausscheren und vorbeiziehen." Eine Lösung wäre, "zur Entzerrung eine Hol- und Bringzone wie bei einigen Schulen einzurichten".

Geschwindigkeitsbegrenzung als beste Möglichkeit 

Werner Härtel, Rentner und direkter Anwohner, fordert eine Tempo-30-Zone: "An anderen Stellen ist es kein Problem, solche Zonen einzurichten." Heuser merkt an, "dass in den Stichstraßen bereits Tempo 30 gilt". Sie fragt sich, warum das nicht auf dem Löschenhofweg möglich ist.

Auch der größte Anlieger, der SC Bayer Uerdingen, fordert die Geschwindigkeitsbeschränkung. "Wir haben das schon zwei Mal bei der Stadt beantragt, leider wurde der Antrag bis jetzt immer abgelehnt", sagt Jörg Heydel, Geschäftsführer des SC Bayer.

Gerade der Sportverein hat ein großes Interesse daran, den anliegenden Verkehr zu beruhigen. In Höhe Turnhalle und Sportpark kommt es täglich zu gefährlichen Situationen.

Es gibt regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen 

"Um an den parkenden Autos vorbeizukommen, geben viele richtig Gas."
Joachim Kurpujuweit, Anwohner

"Hier wird sehr oft gerast. Schon allein wegen der vielen Kinder, die diesen Weg benutzen, muss die Tempobeschränkung kommen."
Annemarie Stoisch, Anwohnerin des Löchenhofwegs

"Tempo 30 ist längst überfällig. Muss denn erst etwas Schlimmes passieren?"
Andreas Schneider, Anwohner des Löschenhofweges

Joachim Kurpjuweit hat sich über die Ablehnungsgründe bei CDU-Ratsherr Günter Wolff erkundigt. Die Straße habe überbezirkliche Bedeutung aufgrund durchfließenden Wirtschaftsverkehrs und öffentlichen Personennahverkehrs, daher sei Tempo 50 erforderlich.

Konfliktpunkte seien nicht gegeben, regelmäßig würden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Anwohner Kurpjuweit stimmt dem nicht zu: "ÖPNV fährt dort nicht lang und seit viereinhalb Jahren habe ich nur eine Kontrolle gesehen."

"Autofahrer schnauzen uns an, wenn wir wegen parkenden Autos halb auf der Straße laufen müssen."

Maike Ramrath, Schülerin

Ingeburg Bien glaubt hingegen nicht, dass eine Tempobeschränkung nutzt. Sie fährt oft mit dem Fahrrad über den Löschenhofweg und erlebte ebenfalls brenzlige Situationen. "Ich wünsche mir einen richtigen Radweg. Hier ist alles so zugeparkt, dass Fahrradfahrer und Autofahrer Slalom fahren müssen.

Schülerin Maike Ramrath hat ähnliche Erfahrungen: "Autofahrer schnauzen uns an, wenn wir wegen parkenden Autos halb auf der Straße laufen müssen."

Anwohnerin Ingrid Heyer ist vorsichtig, wenn sie mit dem Hund rausgeht, da "die Autos mit Tempo 80 entlang rasen und andere schneiden." Sie denkt ebenfalls nicht, dass Tempo 30 allein alles ändern wird.

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