Die Ratspolitiker diskutieren über den Bedarf an neuen Wohnungen und die besten Standorte, sie zu bauen.

Die Ratspolitiker diskutieren über den Bedarf an neuen Wohnungen und die besten Standorte, sie zu bauen.
2014 noch Baustelle, heute bezogen: Doch wie viele Neubauten braucht die Stadt? Darüber wird gestritten.

2014 noch Baustelle, heute bezogen: Doch wie viele Neubauten braucht die Stadt? Darüber wird gestritten.

abi

2014 noch Baustelle, heute bezogen: Doch wie viele Neubauten braucht die Stadt? Darüber wird gestritten.

Krefeld. Das Konzept des Wohnungsbauflächenpotenzials ist in der Ratssitzung am Donnerstagabend verabschiedet worden. Am Ende stimmten SPD und CDU zu, Grüne, Linke, FDP und UWG waren dagegen.

Zuvor hatte man nicht nur um die Zahl der bis 2020 benötigten Wohneinheiten (WE) und die 24 Standorte, an denen sie entstehen sollen, gestritten, sondern auch um den Charakter des Konzepts. Während Heidi Matthias (Grüne) es ablehnte, weil die Grünen keine Neubaugebiete in Hüls Süd-West, Fischeln Süd-West und Wiesenend wollen, betonte Jürgen Wettingfeld, dass lediglich Flächenpotenziale aufgeführt würden und „über jeden Bebauungsplan einzeln abgestimmt“ werde. Die Vorlage sei „nicht mehr als das Versprechen der Verwaltung, schnell zu arbeiten“.

Natürlich werde man es nicht schaffen, bis im Jahr 2020 zwischen 3000 bis 5000 neue Wohneinheiten zu bauen, „aber wir werden alles tun, um jungen Menschen in Krefeld etwas anbieten zu können“, begründete Jürgen Hengst (SPD), die Zustimmung der SPD. Ähnlich argumentierte Philibert Reuters (CDU): „Wir haben in der Vergangenheit durch Bedenkenträgerschaft vieles verzögert.“ Jetzt gelte es, marktgerechte Angebote zu machen.

FDP spricht von einer „Verslumung“ der Innenstadt

Mit seiner Forderung, in die Höhe, nicht in die Breite zu wachsen, griff Stephan Hagemes (Linke) auf, was auch Grüne und FDP bewegte, die mit Priorität den Freiflächenverbrauch zugunsten der Nachverdichtung im Innenbereich minimieren oder verhindern wollen.

Die Bebauung von brachliegenden Flächen oder die Sanierung von Altbauten sei lebenswichtig, „wenn die Innenstadt nicht weiter verslumen soll“, sagte Joachim C. Heitmann.

Daniel John (Grüne) glaubt, dass die Entscheidung für eine Sanierung eines Altbaus fallen könnte, wenn Wohnraumbedarf da sei und die Besitzer sicher sein könnten, dass sich ihre Investition bezahlt mache. Freiflächenbebauung sei das letzte, was Krefeld brauche. „Es kommen in den nächsten Jahren viele Einfamilienhäuser auf den Markt.“

Planungsdezernent Martin Linne wiederholte, wo die Verwaltung den Sinn der Auflistung der Wohnungsbauflächenpotenziale sieht: Der Wohnraumbedarf sei da, man müsse sich parallel um die Entwicklung der Potenzialgebiete kümmern, weil man immer wieder auf Hindernisse stoßen werde. „Wir müssen uns jetzt bewegen, weil die Finanzsituation für die Menschen gut ist.“

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