Psychisch Behinderte bekommen neue Arbeitsmöglichkeit.

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Im Alexianer-Krankenhaus gibt es zwei Wohngruppen für psychisch Kranke. In der Stadtmitte entsteht derzeit eine Werkstatt für Behinderte.

Im Alexianer-Krankenhaus gibt es zwei Wohngruppen für psychisch Kranke. In der Stadtmitte entsteht derzeit eine Werkstatt für Behinderte.

A. Bischof

Im Alexianer-Krankenhaus gibt es zwei Wohngruppen für psychisch Kranke. In der Stadtmitte entsteht derzeit eine Werkstatt für Behinderte.

Krefeld. Einen großen Werkstattkomplex für psychisch Behinderte errichtet der Alexianer-Wohn- und Betreuungsverband zur Zeit im Areal östlich der Hauptpost am Jungfernweg. In Kürze soll die Eröffnung gefeiert werden. Darauf arbeitet Martina Heinze (44) hin, die jetzt die Leitung des Verbunds übernommen hat. Er umfasst 145Plätze in mehreren Wohngruppen - zwei im Gelände des Alexianer-Krankenhauses, die anderen im Stadtgebiet verteilt, eine auch in Kempen - und rund 100 Plätze für ambulant betreutes Wohnen.

In der Stadtmitte entstehen eine Schreinerei, eine Druckerei, ein Kreativbereich sowie eine Begegnungsstätte mit Café, das auch für Nichtbehinderte offen ist. Martina Heinze: "Wir freuen uns auf eine rege Kontaktaufnahme und Gespräche."

Die Behinderten sollen ein möglichst selbständiges Leben führen

In einem geschützten Werkstattbereich in ihrer Heimatstadt Bonn hat sie zuletzt Erfahrungen gesammelt. Vorher war die studierte Diplom-Pädagogin in der psychischen Erwachsenenbetreuung in Marsberg im Sauerland tätig und hat das Herausführen von Patienten aus der Stationstherapie in Wohngruppen mitgestaltet. Dann hat sie an verschiedenen Stellen zwischen Arnsberg und Köln bei der Behinderten-Hilfsorganisation "Lebenshilfe" gearbeitet.

Neben der Koordination der Wohngruppen und der Betreuung der Menschen in ihrem häuslichen Umfeld ist Martina Heinze vor allem am Aufbau der so genannten Tagesstruktur gelegen, um psychisch Behinderten unterschiedliche Arbeits- und Kreativangebote zu machen. Aus ihren bisherigen Erfahrungen weiß sie, wie wichtig es für Menschen mit psychischen Behinderungen ist, ein möglichst selbständiges Leben zu führen: "Dazu gehören das Wohnen ebenso wie ein geregelter Tagesablauf mit Arbeitsangeboten, Freizeiten und Kontakten." Das ist genau die Richtung der Alexianer-Bruderschaft. Geschäftsführer Michael Wilke: "Die Betreuung psychisch Kranker ist die Kernkompetenz der Alexianer-Häuser."

Die Zahl der jungen Patienten nehme deutlich zu, hat Martina Heinze festgestellt. Die Gründe sind vielschichtig, liegen unter anderem im Suchtverhalten. Die betroffenen Menschen will sie über die Wohngruppen wieder in die Gesellschaft zurückführen.

www.alexianer-krefeld.de

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