Reaktion auf den Vorfall nach dem ersten deutschen WM-Spiel: Die Polizei will Autos und Fußgänger trennen.

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Die Fans wollen ein Sommermärchen ohne Randale. Aber in der Masse kann ein falsches Wort leicht zur Eskalation führen.

Die Fans wollen ein Sommermärchen ohne Randale. Aber in der Masse kann ein falsches Wort leicht zur Eskalation führen.

D. Jochmann

Die Fans wollen ein Sommermärchen ohne Randale. Aber in der Masse kann ein falsches Wort leicht zur Eskalation führen.

Krefeld. Mit einem verstärkten Aufgebot will die Polizei am Freitag nach dem Spiel Deutschland - Serbien Ausschreitungen wie am späten Sonntag auf dem Ostwall verhindern. "Passanten und Autokorso werden mit Absperrgittern getrennt", kündigt Polizeisprecher Dietmar Greger an. Seine Behörde hat sich gegen ein Verbot des Schaufahrens entschieden, wie es in Düsseldorf diskutiert wird.

Kurzfristig werde Einsatzleiter Dagobert Allhorn entscheiden, ob der Ostwall nach dem Spiel für den insbesondere bei einem deutschen Sieg erwarteten Korso mit hunderten Autos gesperrt und auf andere Straßen umgeleitet wird. Entsprechende Absperrgerät soll vorher bereitgelegt werden. Die Polizei räumt ein, die Fan-Reaktion nach dem Vorrunden-Spiel am Sonntagabend unterschätzt zu haben. Greger: "40 Beamte reichten nicht."

Inzwischen haben sich weitere Zeugen für den Zwischenfall am Sonntag bei U.d.U. gemeldet. Gegen den Mercedes-Fahrer (20), der mit quietschenden Reifen in die Menge gefahren sein soll und fünf Personen leicht verletzte, wird wegen Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Gegenüber der Polizei gab er an, aus Angst losgefahren zu sein. Zuvor habe man ihn, seine Frau und sein 19 Monate altes Kind beleidigt, den Wagen aufgeschaukelt. Polizeisprecher Greger: "Kontrollen sind unser Job, nicht der der Masse."

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