Die neue WFG gibt ihre Immobilien ab. Der Aufsichtsrat steht bereits fest.

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Blick auf Campus Fichtenhain: Nach der Neustrukturierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind nun alle Immobilien in der Hand der Grundstücksgesellschaft Krefeld.

Blick auf Campus Fichtenhain: Nach der Neustrukturierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind nun alle Immobilien in der Hand der Grundstücksgesellschaft Krefeld.

WFG

Blick auf Campus Fichtenhain: Nach der Neustrukturierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind nun alle Immobilien in der Hand der Grundstücksgesellschaft Krefeld.

Krefeld. Die Umwandlung ist perfekt, der neue Aufsichtsrat steht fest: Die "neue" Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld (WFG) hat ihre Absicht in die Tat umgesetzt und nun 22 private Gesellschafter in ihren Reihen. Darunter sind 18 Krefelder Unternehmen sowie als Wirtschafts-Institutionen die IHK, die Kreishandwerkerschaft, die Unternehmerschaft und der Einzelhandelsverband.

Mehrere juristische Schritte sind nötig gewesen, Umwidmungen und Rechtsformwechsel mussten erfolgen, bis das Konstrukt alle Hürden genommen hatte. Die "neue" WFG heißt nun "WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH".

Stadt bleibt mit 67 Prozent Mehrheitsgesellschafter

Die wesentlichen Neuerungen: Offizielles Gründungsjahr ist nunmehr 2009; die alte WFG von 1982 gibt es juristisch nicht mehr. Die Gesellschaft ist nicht mehr 100 Prozent städtisch: Allerdings ist die Stadt mit 67 Prozent Mehrheitsgesellschafter, zu 33 Prozent ist die Wirtschaft vertreten, also im Verhältnis 2:1.

Das wirkst sich auch beim Geld aus: Das Stammkapital beträgt 375.000 Euro. 250.000 Euro kommen von der Stadt, 125.000 Euro von den Privaten - 5.000 Euro pro Gesellschafter. "Diese Zahl orientiert sich an 25 Gesellschaftern" rechnet Eckart Preen vor.

Der alleinige Geschäftsführer der WFG will zu den jetzigen 22 im ersten Quartal 2010 noch einen, bis Mitte des Jahres weitere zwei Gesellschafter ins Boot holen. "25 ist aber die vorläufige Obergrenze", sagt Preen. Mit allen privaten Gesellschaftern gab es Termine beim Notar.

Die neue WFG hat kein Immobilienvermögen mehr. War früher zum Beispiel der Europark Fichtenhain A und B im WFG-Besitz, Fichtenhain C und der Campus im Besitz der Grundstücksgesellschaft Krefeld (GGK) mbH & Co. KG, hat letztere nun durch einen Verschmelzungsprozess alle Immobilien in ihren Händen. Immobilien aus einer Hand - für Preen ist das ein Vorteil. Die "neue" GGK - Geschäftsführer Eckart Preen - ist weiterhin eine 100-prozentige Stadttochter mit dem Oberbürgermeister, dem Baudezernenten und zwölf Ratsmitgliedern im Aufsichtsrat.

Übergangs-Gesellschaft wird 2010 wieder verschwinden

All diese Änderungen haben Zeit gebraucht. Preen blickt zurück: Im Jahr 2008 fiel die Entscheidung zur Neustrukturierung. 2009 erfolgte die "technische Umsetzung", die auch eine Zwischengesellschaft als Rechtsnachfolger nötig machte: die Gesellschaft zur Förderung der Krefelder Wirtschaft (GKW).

Die gibt es noch; nach der juristisch nötigen Verschmelzung der alten WFG mit der Grundstücksgesellschaft - nötig, um die Immobilien in eine Hand zu bekommen - wird sie in den ersten Monaten des Jahres 2010 wieder verschwinden.

Der Aufsichtsrat der WFG wird nun aus 15 Mitgliedern bestehen: Die vom Stadtrat entsendeten zehn Politikeraus verschiedenen Fraktionen sowie fünf Wirtschaftsvertretern (siehe nebenstehenden Kasten).

Die Gesellschafterversammlung, die am 16. Dezember zum ersten Mal getagt hat, ist auch das Beschlussgremium für Wirtschaftsplan und Jahresabschluss.

Durch die neue Struktur der WFG verschieben sich auch die Schwerpunkte der täglichen Arbeit: "Standortmarketing, Förderberatung, Existenzgründung, Brancheninitiativen und Projekte sowie die WFG als ,Behördenlotse’ - das sind die Aufgaben der neuen WFG", beschreibt Preen die Tätigkeiten. Grundsätzliches Ziel: die Attraktivitätssteigerung des Wirtschaftsstandortes Krefeld.

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