Deutlich schneller als geplant nimmt der Desiro in Russland den Betrieb mit Passagieren auf.

Zufrieden: Dietrich Möller (links), Chef von Siemens-Russland, und Jochen Eickholt, Leiter von Siemens Rail Systems.
Zufrieden: Dietrich Möller (links), Chef von Siemens-Russland, und Jochen Eickholt, Leiter von Siemens Rail Systems.

Zufrieden: Dietrich Möller (links), Chef von Siemens-Russland, und Jochen Eickholt, Leiter von Siemens Rail Systems.

Siemens AG

Zufrieden: Dietrich Möller (links), Chef von Siemens-Russland, und Jochen Eickholt, Leiter von Siemens Rail Systems.

Krefeld. Der in Uerdingen gebaute Regionaltriebzug vom Typ Desiro RUS wurde jetzt in Russland auf seine erste Fahrt mit Passagieren an Bord geschickt. Den Startknopf drückten Valentin Gapanovich, Vizepräsident der Russischen Eisenbahnen (RZD), Jochen Eickholt, Leiter der Siemens-Division Rail Systems, und Dietrich Möller, Chef von Siemens Russland.

Vom Moskauer Bahnhof in Sankt Petersburg fuhr der Zug, der in Russland Lastotschka (kleine Schwalbe) genannt wird, über Tschudowo nach Weliki Nowgorod. Künftig wird der Zug täglich während des Winterfahrplans auf dieser Route sowie auf der Strecke Sankt Petersburg – Tschudowo – Bologoje unterwegs sein. Ende des Jahres ist außerdem der Start des Passagierbetriebs in Sotschi und Kasan geplant.

Züge sollten erst im Herbst 2013 den Betrieb aufnehmen

„Der Lastotschka-Zug ist ein innovatives Projekt im Bereich des Personenverkehrs. Er wurde für den Betrieb im russischen Klima entworfen. Er entspricht unseren besonderen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Umweltschutz“, sagte Gapanovich während der Zeremonie.

„Als RZD und Siemens im April 2011 im Siemens-Werk in Deutschland die Produktion der Lastotschka-Serie starteten, da planten wir die Inbetriebnahme der neuen Regionalzüge für den Herbst 2013. Das war aus unserer Sicht seinerzeit schon ein ehrgeiziger Plan. Aber wir haben es geschafft, die ersten Züge früher auszuliefern und die Test- und Zulassungsphase erheblich früher abzuschließen“, so Siemens-Manager Eickholt. Schon jetzt, zu Beginn des Jahres 2013, könne mit dem Fahrgastbetrieb begonnen werden.

Die erste Tranche von insgesamt 38 Lastotschkas wird seit April 2011 im Siemens-Werk in Uerdingen gefertigt. Bisher wurden 18 Züge nach Russland geliefert. Mitte 2013 wird mit der Fertigung der zweiten Tranche von 16 Zügen im Werk von Ural Locomotives, einem Joint Venture von Siemens und der Sinara Group, in Ekaterinenburg begonnen werden. Die Zulassung hatte der Zug vor wenigen Wochen von der russischen Zulassungsbehörde erhalten.

Vorausgegangen waren zahlreiche Prüfungsfahrten sowie umfangreiche Tests im Klima-Wind-Kanal des Rail Tec Arsenal (RTA) im österreichischen Wien. Während im RTA noch die Versuche mit künstlichem Wind, Eis, Regen und Schnee stattfanden, wird nun das Verhalten der Zugsysteme unter realen Winterbedingungen beobachtet. Interessant ist dabei, wie verschiedene Schneearten und Temperaturen die Funktion der Systeme beeinflussen.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer