Tölke und Fischer errichten am Standort Gladbacher Straße ein modernes Auto-Zentrum.

Tölke und Fischer errichten am Standort Gladbacher Straße ein modernes Auto-Zentrum.
Sahen sich den Fortgang des Abrisses an (v.l.): Jürgen Steinmetz (IHK), VW-Vertreter Thorsten Heller, Markus Tölke und Eckart Preen (WFG).

Sahen sich den Fortgang des Abrisses an (v.l.): Jürgen Steinmetz (IHK), VW-Vertreter Thorsten Heller, Markus Tölke und Eckart Preen (WFG).

Bischof

Sahen sich den Fortgang des Abrisses an (v.l.): Jürgen Steinmetz (IHK), VW-Vertreter Thorsten Heller, Markus Tölke und Eckart Preen (WFG).

Krefeld. Während der Bagger gerade die letzten Streben der alten Halle durchtrennt und niederreißt, beschreibt Markus Tölke, was in den nächsten 18 Monaten auf dem Gelände von Tölke und Fischer an der Gladbacher Straße passieren wird. „Für rund neun Millionen Euro errichten wir hier bei laufendem Betrieb eines der modernsten VW-Zentren in Europa“, sagt der Inhaber.

„Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt sich für die Zukunft rüstet.“

Markus Tölke, Tölke und Fischer

Geplant sind drei Bauabschnitte. Es geht um eine Fläche von insgesamt 23 000 Quadratmetern. Los ging es bereits kurz vor Weihnachten mit der Demontage der alten Halle des Gebrauchtwagenzentrums an der Heideckstraße. Hier entsteht ein neuer Platz für über 300 gebrauchte Fahrzeuge. Allerdings setze man künftig auf großzügige Freiflächen. Der bebaute Raum wird wesentlich kleiner ausfallen.

Während des Umbaus wird der Gebrauchtwagen-Verkauf umziehen auf ein Gelände neben dem Kia-Autohaus an der Gladbacher Straße 467. Offizielle Eröffnung wird hier am Samstag, 6. Februar, ab 9 Uhr gefeiert.

Im zweiten Bauabschnitt werden die Werkstatthallen energieeffizient modernisiert. Und in der letzten Bauphase entsteht auf dem bisherigen Pakplatz Gladbacher-/Ecke Heideckstraße der Neubau für das Volkswagen-Zentrum Krefeld.

Der letzte Umbau am Standort fand 1999 statt, sagt Tölke. Deshalb sei es an der Zeit, die Gebäude komplett neu zu gestalten. Dafür habe man eine transparente und zeitlose Form gefunden, die zwar mit der Corporate Identity der Volkswagen-Gruppe abgestimmt sei, aber dennoch eine individuelle Note für Krefeld habe. Der Umbau kann über zwei Webcams verfolgt werden.

Das Familienunternehmen besteht seit 80 Jahren

Bei Tölke und Fischer sind 7500 Kunden von der Rückrufaktion wegen überhöhter Abgaswerte betroffen. Dafür wurde ein eigenes Team gebildet, das den Kunden den Aufwand so gering wie möglich halten will. Auch ein Callcenter wurde eingerichtet. „Wir tun alles, um zu verhindern, dass die Kunden abspringen“, sagt Thorsten Heller, Geschäftsführer für die Marken VW und Skoda. Dazu gehört auch eine „Treuetüte“ im Wert von 59 Euro. Die negativen Rückmeldungen seien aber recht gering. 15 Schreiben von Anwälten lägen vor.

Tölke betonte die Nähe des traditionellen Familienunternehmens zur Heimatstadt: „Wir wollen dazu beitragen, dass die Stadt sich für die Zukunft rüstet.“ Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, unterstrich diesen Aspekt: „Das ist ein gutes Zeichen für Tölke und Fischer und für Krefeld.“

Die Tölke-und-Fischer-Gruppe ist ein Familienunternehmen, wurde 1937 als Autowerkstatt gegründet. Nach dem Krieg wurde sie zu einem der ersten VW-Händler. Heute gibt es elf Standorte in Krefeld, Willich und Viersen mit neun Automarken. 470 Mitarbeiter, davon 50 Azubis, arbeiten im Unternehmen, viele davon seit zehn Jahren oder länger. Das Unternehmen ist stolz auf zahlreiche Auszeichnungen, besonders im Bereich Kundenzufriedenheit. Im vorigen Jahr wurden gut 5500 Neuwagen und knapp 6000 Gebrauchtwagen verkauft.

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