Ab sofort verbindet der 635 Meter lange Zug mit 36 Trailern die beiden Städte.

Auf dem Geländes des Krefelder Container Terminals wird der Trailer mit der roten Schleife auf den Premieren- Zug nach Warschau geladen.
Auf dem Geländes des Krefelder Container Terminals wird der Trailer mit der roten Schleife auf den Premieren- Zug nach Warschau geladen.

Auf dem Geländes des Krefelder Container Terminals wird der Trailer mit der roten Schleife auf den Premieren- Zug nach Warschau geladen.

Dirk Jochmann

Auf dem Geländes des Krefelder Container Terminals wird der Trailer mit der roten Schleife auf den Premieren- Zug nach Warschau geladen.

Krefeld. Langsam greift die riesige Zange um den grauen Trailer. Sechs Meter über dem Boden trägt der sogenannte Reachstacker den über 30 Tonnen schweren Kasten zum Taschenwagen des Zuges. Eine rote Schleife ist an dem Gefährt befestigt, der die Nummer 1473 trägt – dem Geburtsjahr des Wissenschaftlers Nikolaus Kopernikus. „Wir haben unseren Zug nach ihm benannt, weil wir unter anderem die deutsch-polnische Verbindung darstellen möchten“, sagt May-Britt Schrader von der DLS Land und See Speditionsgesellschaft.

Die Züge werden im Bahnhof Linn zusammengesetzt

Das besondere an den Trailern ist, dass diese sofort vom Zug auf den Lkw geladen werden können, da sie Räder haben. So könnensie schneller zu den Kunden im Umkreis von Krefeld oder Warschauer gefahren werden.

DLS war bis jetzt nur ein klassischer Lkw-Frachführer und nur auf der Straße unterwegs: „Wir haben allerdings zukunftsorientiert gedacht und gehen nun auch auf die Schienen“, sagt Schrader. Der Zug „Kopernikus“ soll ab sofort Krefeld mit Warschau verbinden. Mit dem Partner KCT, dem Krefelder Container Terminal, werden die Trailer auf den Zug im Hafen geladen und später dort entladen. Ein Bahnmitarbeiter stellt der Firma DLS den Zug zur Verfügung, der die Fracht dann innerhalb von 26 Stunden nach Warschau fährt.

Gestern trat „Kopernikus“ seinen ersten Weg in Richtung Osteuropa an, bei dem der Zug feierlich getauft wurde. „Der Zug hat mit 36 Trailern eine Gesamtlänge von 635 Metern, das heißt, er wird hier im Hafen in zwei Etappen beladen“, erklärt Schrader. Im Bahnhof Linn wird der Zug dann zusammengesetzt und kann von dort aus seine Fahrt nach Osteuropa antreten. In einer Woche sollen zwei Rundläufe nach Warschau und zurück stattfinden. So werden in einer Woche rund 144 Lkw-Transporte ersetzt. „Ab April soll es noch mehr werden“, sagt Holger Kemp, Geschäftsführer des Krefelder Container Terminals.

Die Fracht ist sehr unterschiedlich. „Sie werden unter andrem mit Baumaterialien, Papier, Chemie, Möbeln oder auch Süßwaren beladen“, sagt May-Britt Schrader. Die Tochter des Inhabers ist froh, mit KTC einen Partner in Krefeld gefunden zu haben: „Es ist wichtig, in beiden Ländern verlässliche Partner zu haben, mit denen dann die weitere Abwicklung gut gelingt“, sagt sie.

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