Im neuen Belegschaftshaus ist Platz für 1230 Mitarbeiter.

Thyssen-Krupp Nirosta
Der Stahlkonzern legte bei der Gestaltung des Belegschaftshauses, in dem sich die Arbeiter duschen und umziehen, viel Wert auf einen werkseigenen Baustoff: Edelstahl.

Der Stahlkonzern legte bei der Gestaltung des Belegschaftshauses, in dem sich die Arbeiter duschen und umziehen, viel Wert auf einen werkseigenen Baustoff: Edelstahl.

Andreas Bischof

Der Stahlkonzern legte bei der Gestaltung des Belegschaftshauses, in dem sich die Arbeiter duschen und umziehen, viel Wert auf einen werkseigenen Baustoff: Edelstahl.

Krefeld. Betriebsratsvorsitzender Bernd Kalwa weiß es noch wie heute: Am 2. Dezember 2009 mussten auf dem Gelände von Thyssen-Krupp Nirosta im Bereich des Stahlwerkes die Duschräume (Waschkaue) gesperrt werden. Bei einer Routineuntersuchung hatten Fachleute festgestellt, dass die Räume von 1953 einsturzgefährdet waren. Es folgte eine Zeit mit Provisorien für rund 1000 Mitarbeiter, die nun offiziell zu Ende ging.

Gestern wurde das neue Belegschaftshaus in der Nähe von Tor 4 an der Anrather Straße offiziell eingeweiht. Belegschaftshaus heißt: Waschräume und Aufenthaltsräume für zurzeit 800 Mitarbeiter von Nirosta. Insgesamt ist Platz für 1230 Mitarbeiter, das neue Haus wartet jetzt noch auf die Beschäftigten, die von Düsseldorf-Benrath nach Krefeld wechseln. Das Gebäude soll auch ihnen symbolisieren: „Ihr habt hier ein Zuhause.“

Beim Belegschaftshaus, sagte Nirosta-Personalvorstand Frank Brüggestrat, wurde Wert darauf gelegt, den Mitarbeitern ein funktional modernes Gebäude anzubieten, in dem sie sich wohlfühlen können. Vieles ist den Beschäftigten, die das Haus unter anderem zum Umziehen und Duschen nach der Arbeit nutzen, vertraut: Mit werkseigenem Edelstahl sind zum Beispiel die Spinde verkleidet. Auch die Blenden sind aus Nirosta (nicht rostendem Stahl). Brüggestrat: „Rostfreier Edelstahl hat bei der Auswahl der Materialien einen besonderen Stellenwert erhalten.“

Der Betriebsratschef hofft, dass es bald auch eine Sozialstation gibt

Aus Edelstahl ist auch die Tafel, die zur Inbetriebnahme des Hauses angefertigt worden war. Auf ihr stehen auch die Namen der von Nirosta beteiligten Verantwortlichen: Werner Zarth für die Gesamtprojektleitung sowie die Teilprojektleiter Axel Rohe (Ausstattung) und Jürgen Lotz (Elektro).

Dank sagte Kalwa auch dem ehemaligen Personalvorstand Klaus-Peter Hennig, der sich für diesen Vorschlag zum Neubau starkgemacht hatte. Jetzt hofft der Betriebsratschef, dass noch eine Sozialstation zum Austausch folgen wird. Dem Gebäude selbst sagte er eine lange Lebensdauer voraus.

Thyssen-Krupp Nirosta, in Krefeld an der Oberschlesienstraße beheimatet, stellt Flacherzeugnisse aus rostfreiem Edelstahl her.

Nirosta netstand 1995, als die Konzerne Krupp und Thyssen ihre Nirosta-Sparten zusammenlegten. Nirosta hat am Krefelder Standort heute an die 2200 Beschäftigte.

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