Die Energiesparte der Stadtwerke entwickelt sich so gut, dass 2011 und 2012 erstmals seit langer Zeit wieder 30 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Die Energiesparte der SWK ist auf Erfolgskurs. Die Zahl der Stromkunden außerhalb Krefelds hat sich verdoppelt.
Die Energiesparte der SWK ist auf Erfolgskurs. Die Zahl der Stromkunden außerhalb Krefelds hat sich verdoppelt.

Die Energiesparte der SWK ist auf Erfolgskurs. Die Zahl der Stromkunden außerhalb Krefelds hat sich verdoppelt.

Der Vorstandsvorsitzende der SWK, Carsten Liedtke.

dpa, Bild 1 von 2

Die Energiesparte der SWK ist auf Erfolgskurs. Die Zahl der Stromkunden außerhalb Krefelds hat sich verdoppelt.

Krefeld. 2011 war ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr, sagt SWK Vorstand Carsten Liedtke. Und das, obwohl das Jahresergebnis noch gar nicht vorliegt. Aber vor allem in der Sparte Energie hat sich so viel getan, dass die Stadtwerke erstmals seit Jahren wieder neue Mitarbeiter einstellen. Insgesamt kommen 30 Beschäftigte in diesem und nächsten Jahr dazu. Sie werden in den Bereichen Service, Vertrieb und Energiemanagement eingesetzt.

Auch intern wurde der Bereich wegen der zahlreichen neuen Kunden reorganisiert, erläutert Liedtke. Der Vertrieb wurde nach Privat- und Gewerbekunden aufgeteilt. Und auch Erzeugung und Portfoliomanagement sind jetzt ein eigenständiger Bereich.

SWK betreiben jetzt die Netze in Straelen und Kranenburg

Grund für die Expansion ist unter anderem die steigende Kundenzahl außerhalb von Krefeld. Mittlerweile beziehen 70 000 Kunden außerhalb von Krefeld Strom von den SWK. Die Zahl hat sich verdoppelt. Das gleicht den Kundenschwund in der Stadt mehr als aus, sagt Liedtke, sei aber auch eine harte Prüfung für die Organisation gewesen.

Die Kundenbetreuung der Krefelder soll aber nicht vernachlässigt werden. Zusatzangebote wie kostenloser Naturstrom oder die SWK-Card sorgten dafür, dass man trotz rund 70 Mitbewerbern in der Stadt immer noch einen Marktanteil von 90 Prozent bei den Privatkunden habe.

Neue Kunden konnten die SWK auch als Netzbetreiber gewinnen. Nach Wachtendonk, wo man seit anderthalb Jahren die Konzession hat, werden nun auch die Netzte der niederrheinischen Städte Straelen (Strom) und Kranenburg (Strom und Gas gemeinsam mit den Stadtwerken Goch) von den Krefeldern betreut. „Das passt zu unserer Strategie, in der Region zu wachsen“, sagt Liedtke und berichtet von weiteren Gesprächen in den Kreisen Kleve und Viersen.

Projekt Im nächsten Jahr startet das Pilotprojekt der SWK mit intelligenten Stromzählern, die helfen, Energie dann zu verbrauchen, wenn der Strom am günstigsten ist. Versuchshaushalte in Kliedbruch nehmen an dem Planspiel teil, erhalten zum Teil sogar neue Haushaltsgeräte. Ziel ist es, mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie, das eigene Verbrauchsverhalten den Preisen anzupassen und so die Energieeffizienz zu steigern.

Teilnahme Bisher haben sich 150 Haushalte angemeldet. Die SWK suchen noch weitere Teilnehmer, um verlässlichere Ergebnisse zu erhalten. Die Teilnahme ist nicht mit Kosten verbunden. Die „normalen“ Stromverträge laufen weiter.

Ein weiterer großer Schritt sei die Partnerschaft mit „lekker Energie“ – zusammen habe man jetzt die größte kommunal getragene Vertriebsplattform für Strom und Gas in Deutschland. Derzeit schreibe man zwar noch keine schwarzen Zahlen, da man noch dabei sei, neue Kunden zu gewinnen. Doch bald erwarte man die schwarze Null, so Liedtke.

Was die eigene Energiegewinnung angeht, setzen die SWK weiter auf einen Mix, um eine verlässliche und günstige Versorgung zu gewährleisten. Allerdings spielten die regenerativen Energien eine immer wichtigere Rolle. So sei das Sonnenstrom-Projekt so gut wie abgeschlossen: 48 Photovoltaikanlagen auf Dächern von Stadt, Wohnstätte und SWK produzieren eine Leistung von 2,5 Megawatt. Sieben Millionen Euro sind hier über die Volksbank-Kunden investiert worden.

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