7,5 Millionen Euro Gewinn in 2016. Niedrig-Zins erschwert die Geschäftslage.

Der Vorstand der Sparkasse Krefeld (v.l.): Vorstandsvorsitzende Birgit Roos, Markus Kirschbaum, Siegfried Thomaßen und Lothar Birnbrich.
Der Vorstand der Sparkasse Krefeld (v.l.): Vorstandsvorsitzende Birgit Roos, Markus Kirschbaum, Siegfried Thomaßen und Lothar Birnbrich.

Der Vorstand der Sparkasse Krefeld (v.l.): Vorstandsvorsitzende Birgit Roos, Markus Kirschbaum, Siegfried Thomaßen und Lothar Birnbrich.

dj

Der Vorstand der Sparkasse Krefeld (v.l.): Vorstandsvorsitzende Birgit Roos, Markus Kirschbaum, Siegfried Thomaßen und Lothar Birnbrich.

Krefeld. Die fälschungssicheren neuen Fünfziger waren vorgestern. Aber das interessierte weniger, als der Vorstand der Sparkasse Krefeld gestern die Bilanzzahlen aus 2016 auf den Tisch legte. Sie verheißen eine zumindest solide Gegenwart des Instituts am Markt.

Die Sparkasse Krefeld weist einen Jahresgewinn von 7,5 Millionen Euro aus. Birgit Roos bezeichnete das als „zufriedenstellend, trotz schwieriger Rahmenbedingungen“. Die Sparkassen-Chefin meinte damit vordringlich das komplizierte Zinsumfeld. Markantes Beispiel: Der Zinsüberschuss für die eigenen Rücklagen fiel in 2016 um acht Millionen Euro geringer aus als noch 2015. Geld, das liegenbleibt, ist kein wirtschaftliches Gut.

Das Institut legt für 2016 ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 63,93 Millionen Euro vor. Das liegt um rund 13 Millionen Euro unter dem aus 2015 mit 76,1 Millionen Euro. Das ließe sich dauerhaft durch kein Kosten-Management kompensieren. Roos sagt: „Wir müssen das Eigenkapital stärken, um durch diese schwere Phase zu kommen.“ Eine Zinsprognose wolle sie nicht abgeben. Der Jahresüberschuss soll, so Roos, komplett in die Sicherheitsrücklagen gehen. Die belaufen sich aktuell auf 454 Millionen Euro. Die Entscheidung darüber fällt im Juni durch die Träger Stadt Krefeld und Kreis Viersen. Dass diese den Vorschlag der Bank durchwinken, scheint gewiss. Auswirkung des niedrigen Zinses sei aber auch, so Vorstand Lothar Birnbrich, eine Steigerung im Anlagegeschäft. Der eher aktienscheue Kunde sei bereit, mehr Risiko zu nehmen. Zudem seien Immobilienfonds stark nachgefragt. Eine der großen Herausforderungen der Zukunft sieht Roos in der Digitalisierung. Das Sparkassengeschäft sei zwar menschenbestimmt. „Von Gesicht zu Gesicht.“ Gleichwohl müsste qualifiziert und intensiv ausgebildet werden. Die Sparkasse hat 1700 Mitarbeiter.

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