Gestern wurde der Grundstein für die Niederlassung von Expeditors International gelegt. Wachstum ist schon vorprogrammiert.

Gestern wurde der Grundstein für die Niederlassung von Expeditors International gelegt. Wachstum ist schon vorprogrammiert.
Für den Traarer Torsten Sweeren (l.), Expeditors-International-Niederlassungsleiter, war es die erste Grundsteinlegung. Hilfe bekam er von André Wolters, Logistik-Chef bei Segro Germany, dem Bauherrn und zukünftigen Vermieter des Büro- und Lagerkomplexes an der Oberschlesienstraße.

Für den Traarer Torsten Sweeren (l.), Expeditors-International-Niederlassungsleiter, war es die erste Grundsteinlegung. Hilfe bekam er von André Wolters, Logistik-Chef bei Segro Germany, dem Bauherrn und zukünftigen Vermieter des Büro- und Lagerkomplexes an der Oberschlesienstraße.

Andreas Bischof

Für den Traarer Torsten Sweeren (l.), Expeditors-International-Niederlassungsleiter, war es die erste Grundsteinlegung. Hilfe bekam er von André Wolters, Logistik-Chef bei Segro Germany, dem Bauherrn und zukünftigen Vermieter des Büro- und Lagerkomplexes an der Oberschlesienstraße.

Krefeld. Ein 40-Tonner rollt aufs Gelände an der Oberschlesienstraße, direkt neben dem Verwaltungsgebäude von Outokumpu. Auf seiner Ladefläche liegt eine 24 Tonnen schwere Fertigsäule. Rund 50 weitere stehen mittlerweile dort, wo einst die Angestellten des Edelstahlunternehmens parkten. Heute gehört das Gelände der Firma Segro. Und die Betonriesen bilden das Grundgerüst für die zukünftige Niederlassung der Logistikfirma Expeditors International, die Segro baut und dann vermietet. Auch einige Dachbalken sind schon eingezogen.

Deutlich weniger Gewicht als im Fall der Säulen hatten André Wolters, Logistik-Chef bei Segro Germany, und Torsten Sweeren, Niederlassungsleiter der Expeditors International GmbH in Düsseldorf, gestern gemeinsam mit Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer zu stemmen. Sie legten den Grundstein, oder besser: die Kapsel mit Zeitdokumenten wie zum Beispiel einer Westdeutschen Zeitung, einem Bauplan, Geldmünzen und einer Mitarbeiterliste von Expeditors. Und legen ist auch nicht ganz richtig. Sie rollten sie hinunter in die dafür vorbereitete tiefe Grube, um dann einige Schaufeln Sand hinterherzuschippen.

Im September sollen hier kein Sand, keine Gruben, keine blanken Säulen mehr zu sehen sein. Der Bau mit insgesamt 14 850 Quadratmetern Büro- und Lagerfläche soll dann fertig sein. Im Oktober dieses Jahres sollen die rund 100 Beschäftigten – 85 kaufmännische und 15 gewerbliche Angestellte – in die Immobilie umziehen. Bisher ist Expeditors International an zwei verschiedenen Standorten in Ratingen angesiedelt.

Standortleiter freut sich über Umzug in seine Heimatstadt

„Es gibt drei Gründe, warum wir uns für diesen neuen Standort entschieden haben“, sagt Expeditors-Niederlassungsleiter Torsten Sweeren. „Erstens weil ich Krefelder bin“, sagt der Traarer, der in Mitte aufgewachsen ist, lachend, „zweitens, weil der Standort ideal ist, an der Autobahn 44, ganz nah am Düsseldorfer Flughafen, und drittens wegen gewisser Auflagen.“ Gemeint sind Hochsicherheits-Vorgaben, die sein Unternehmen – anders als in Ratingen – nun von Anfang an in der Planungen einfließen lassen konnte.

Zu den Kunden von Expeditors mit Hauptsitz in Seattle und insgesamt 331 Niederlassungen weltweit gehören in Deutschland Unternehmen beispielsweise aus den Bereichen Pharmazeutik, Elektronik und Mode oder Handelsfirmen wie Tedi.

Am neuen Standort im Segro Logistic Park Krefeld-Süd will Expeditors International wachsen. „Wir sehen einer rosigen Zukunft an diesem Standort entgegen“, sagt Sweeren. Bis Mitte 2018 sollen aus 100 Arbeitsplätzen rund 200 werden. Schon jetzt arbeitet der Logistiker deshalb mit der Industrie- und Handelskammer und der Krefelder Agentur für Arbeit zusammen. Für die pro Jahr acht neuen Azubi-Stellen ist man bereits in den Bewerbungsgesprächen. Weitere Jobs werde der Nachzug von Dienstleistern bringen, kündigt Sweeren an, über Details möchte er aber noch nicht sprechen.

„Es ist ein erfreulicher Tag für den Wirtschaftsstandort Krefeld“, sagte Wirtschaftsförderer Eckart Preen, „das ist eine der wirklich bedeutsamen Ansiedlungen in der Stadt und der Beweis, dass auch Ansiedlungen in der Logistikbranche viele und gute Arbeitsplätze schaffen können.“

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