Krefelder Unternehmen ist mit nahtlosen Rohren weiter auf Expansionskurs.

Geschäftsführer Wolfgang Schulz (2.v.r.) und Prokurist Luca Schulz (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Gregor Kathstede (r.) und WFG- Geschäftsführer Eckart Preen (l.).
Geschäftsführer Wolfgang Schulz (2.v.r.) und Prokurist Luca Schulz (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Gregor Kathstede (r.) und WFG- Geschäftsführer Eckart Preen (l.).

Geschäftsführer Wolfgang Schulz (2.v.r.) und Prokurist Luca Schulz (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Gregor Kathstede (r.) und WFG- Geschäftsführer Eckart Preen (l.).

Stadt Krefeld

Geschäftsführer Wolfgang Schulz (2.v.r.) und Prokurist Luca Schulz (2.v.l.) mit Oberbürgermeister Gregor Kathstede (r.) und WFG- Geschäftsführer Eckart Preen (l.).

Krefeld. Weiter auf Wachstumskurs ist die Schulz-Gruppe: Das Krefelder Unternehmen – hervorgegangen aus der 1945 gegründeten Wilh. Schulz GmbH – baut gerade in den USA im Bundesstaat Mississippi ein neues Werk für die Produktion nahtloser Rohre. Abnehmer sind Kunden aus der Öl- und Gasindustrie.

In Sachen Kaltverformung weltweit an der Spitze

Oberbürgermeister Gregor Kathstede ließ sich jetzt zusammen mit dem Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Eckart Preen, im neuen Firmengebäude an der Kuhleshütte von Geschäftsführer Wolfgang Schulz das US-Großprojekt erläutern. Auf 400 000 Quadratmetern Grundfläche entsteht in Tunica/Mississippi eine Fertigungshalle mit einer Länge von 435 Metern. Mit 10 000 Bar Druck wird darin unter anderem eine Presse arbeiten und die neuartigen Rohre fertigen – erstmals als nahtlose, metallurgisch plattierte Rohre, quasi eine Ummantelung für spezielle Anwendungen.

Für die Kaltverformungsmethode besitzt die Schulz-Gruppe seit 2006 ein weltweites Patent. Bereits im ersten Quartal 2011 ist der Produktionsstart am neuen Standort in den USA vorgesehen.

International agiert die Schulz-Gruppe seit vielen Jahren. In Brasilien unterhält das Unternehmen zwei Produktionsstandorte. Verkaufs- und Service-Niederlassungen sowie Lagerstätten bestehen außerdem in 15 weiteren Ländern, darunter China, Russland, Kanada, Saudi Arabien, Ägypten und Süd-Korea. In Krefeld betreibt Schulz drei Fertigungsstätten. Im Stammwerk an der Kuhleshütte werden nahtlose und geschweißte Rohre mit insgesamt elf Hydraulikpressen produziert, im Spezialglühbetrieb an der Hülser Straße laufen acht Wärmebehandlungsanlagen, und in einer Thyssen-Halle im Krefelder Süden ist der Maschinenbau beheimatet. „Wir bauen traditionell alle unsere Maschinen selbst, so geben wir kein Wissen aus der Hand. Durch unsere Kaltverformungsmethode haben wir im Wettbewerb einen technologischen Vorsprung“, so Schulz.

550 Mitarbeiter beschäftigt die Schulz-Gruppe zur Zeit. „Wir arbeiten im Stammwerk in zweieinhalb Schichten, also fast rund um die Uhr“, sagt Prokurist Luca Schulz. Mit Rohren und den entsprechen Verbindungs- und Anbauteilen beliefert Schulz namhafte Unternehmen in verschiedenen Branchen.

Dazu gehören neben der Öl- und Gasindustrie auch die Chemische und die Nuklearindustrie. Eingesetzt werden die Produkte außerdem auch in Wasseraufbereitungsanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen. Wolfgang Schulz: „Wir liefern Spezialprodukte für besondere Anwendungen. Darin sind wir stark.“

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