Eröffnung: Neues Kundenzentrum von Schmolz + Bickenbach an der Blumentalstraße. In die Gießerei wird kräftig investiert.

Bei der Eröffnung des neuen Kundenzentrums von Schmolz + Bickenbach Guss  an der Blumentalstraße 2 kamen hochrangige Vertreter von Vorstand und Geschäftsführung sowohl von Guss als auch von der Schwestergesellschaft Schmolz + Bickenbach Group (v.l).: Axel Euchner, Berthold Schiffer, Matthias Pampus-Meder, Benedikt Niemeyer und Hans Schlickum.
Bei der Eröffnung des neuen Kundenzentrums von Schmolz + Bickenbach Guss an der Blumentalstraße 2 kamen hochrangige Vertreter von Vorstand und Geschäftsführung sowohl von Guss als auch von der Schwestergesellschaft Schmolz + Bickenbach Group (v.l).: Axel Euchner, Berthold Schiffer, Matthias Pampus-Meder, Benedikt Niemeyer und Hans Schlickum.

Bei der Eröffnung des neuen Kundenzentrums von Schmolz + Bickenbach Guss an der Blumentalstraße 2 kamen hochrangige Vertreter von Vorstand und Geschäftsführung sowohl von Guss als auch von der Schwestergesellschaft Schmolz + Bickenbach Group (v.l).: Axel Euchner, Berthold Schiffer, Matthias Pampus-Meder, Benedikt Niemeyer und Hans Schlickum.

Andreas Bischof

Bei der Eröffnung des neuen Kundenzentrums von Schmolz + Bickenbach Guss an der Blumentalstraße 2 kamen hochrangige Vertreter von Vorstand und Geschäftsführung sowohl von Guss als auch von der Schwestergesellschaft Schmolz + Bickenbach Group (v.l).: Axel Euchner, Berthold Schiffer, Matthias Pampus-Meder, Benedikt Niemeyer und Hans Schlickum.

Krefeld. Mit der festlichen Eröffnung des neuen Kundenzentrums in der Blumentalstraße hat die Guss-Gruppe von Schmolz + Bickenbach eine Marktoffensive gestartet, wie sie in der Stahlbranche zurzeit eher selten ist.

In den nächsten fünf Jahren will die Gruppe insgesamt 30 Millionen Euro in ihre vier Standorte investieren, wobei der Löwenanteil mit 20 Millionen Euro auf Krefeld entfällt - speziell auf die Modernisierung der Gießerei an der Hülser Straße.

Gleich mehrere Entscheidungen der Firmenleitung sind zum Vorteil der Stadt gefallen. Eine umfassende Umstrukturierung bescherte dem Unternehmen ein neues Führungstrio mit den Geschäftsführern Matthias Pampus-Meder, Berthold Schiffer und Hans Schlickum.

Sie sind ebenso ins völlig renovierte, ehemalige DGB-Haus an der Blumentalstraße 2 eingezogen wie die Mitarbeiter der Verwaltung von der Hülser Straße und die Führungskräfte des Vertriebs sowie der Forschung und Entwicklung aus den Werken Ennepetal, Kohlscheid und Monheim.

"Wir mussten dringend unsere Aktivitäten bündeln, damit nicht vier Berater aus vier Werken in einer Woche beim gleichen Kunden auftauchen", setzt Pampus-Meder auf eine enge, intern abgestimmte Kundenbetreuung. "Unser Vertrieb, den wir personell noch verstärkt haben, ist in dieser Krisenzeit besonders gefordert", begründet der Vorsitzende der Geschäftsführung die Maßnahmen.

Neue Technologie soll Schwingungen in den Nachbarhäusern vermeiden

Die Schmolz + Bickenbach Guss GmbH, eine Tochtergesellschaft der Schmolz + Bickenbach KG, ist seit 30 Jahren an der Hülser Straße mit einer Verwaltung und einer Gießerei ansässig. Ab sofort werden vom neuen Kundenzentrum Blumentalstraße 2 der weltweite Vertrieb, die Beschaffung sowie die Forschung und Entwicklung von Gießverfahren gelenkt. Die Guss-Gruppe erzielte 160 Millionen Euro Umsatz mit rund 700 Mitarbeitern, davon 400 in Krefeld. Mit den Deutschen Edelstahlwerken ist eine weitere Konzerngesellschaft an der Oberschlesienstraße zu Hause.

Ein weiterer Vorteil für Krefeld ist, dass die Gießerei an der Hülser Straße nicht von der Krise betroffen ist wie die Werke in Kohlscheid und Monheim, in denen Kurzarbeit angesagt ist.

Im Gegenteil: Das Geschäft mit Guss-Teilen für moderne Energietechnik wie Gas- und Dampfturbinen boomt. "Wir lösen unsere Kapazitätsprobleme im Bereich der Großgussteile mit dem Bau einer größeren Halle, die dank einer neuartigen Technologie gleichzeitig die Schwingungsbelästigung der Nachbarn beseitigt", freut sich Pampus-Meder.

Wegen dieser Belastung durfte in diesem Formbereich nur 90 Minuten pro Tag gefertigt werden. "Bald können wir dies im Zweischichtbetrieb tun."

Das Unternehmen stehe in ständigem Kontakt zu den Nachbarn, bei denen auch Schwingungsmessungen erfolgt sind. "Ich bin optimistisch, dass dieses Problem gelöst ist." Eine Staubbelastung sei bisher kein Thema gewesen. Dennoch investiere man 2,7 Millionen Euro in moderne Luftreinhaltungsmaßnahmen wie Filteranlagen.

In seinem Grußwort lobte Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Krefeld, im Namen der Stadt das Engagement des Unternehmens sowie des Eigentümers und Mitbewohners - das Architekturbüro Amendt - für die gelungene Modernisierung des DGB-Hauses.

"Das Gebäude mit seinem inspirierenden Rahmen ist ein Gewinn für Krefeld und die Mitarbeiter finden hier eine langfristige Perspektive vor", so der Geschäftsführer der WFG.

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