Für die Hälfte der 8000 Quadratmeter der Gewerbeimmobilie in Fichtenhain stehen die Verträge kurz vor der Unterschrift.

Für die Hälfte der 8000 Quadratmeter der Gewerbeimmobilie in Fichtenhain stehen die Verträge kurz vor der Unterschrift.
Zwölf 200 bis 400 Quadratmeter große Einheiten sollen in der Gewerbeimmobilie „Mein Werk“ an der Medienstraße im Businesspark Fichtenhainer Allee entstehen. Animation: Bienen & Partner

Zwölf 200 bis 400 Quadratmeter große Einheiten sollen in der Gewerbeimmobilie „Mein Werk“ an der Medienstraße im Businesspark Fichtenhainer Allee entstehen. Animation: Bienen & Partner

Zwölf 200 bis 400 Quadratmeter große Einheiten sollen in der Gewerbeimmobilie „Mein Werk“ an der Medienstraße im Businesspark Fichtenhainer Allee entstehen. Animation: Bienen & Partner

Krefeld. Für die im Businesspark Fichtenhainer Allee geplante Gewerbeimmobilie „Mein Werk“ werden voraussichtlich im Mai die ersten Bagger anrollen. Die insgesamt 8000 Quadratmeter große Halle des Mönchengladbacher Projektentwicklers Bienen & Partner an der Medienstraße, in der zwölf Unternehmen Platz finden sollen, ist zur Hälfte so gut wie belegt. „Für 50 Prozent der Fläche sind wir sehr konkret in finalen Verhandlungen“, sagt Firmenchef Norbert Bienen, „sobald wir beim Notar gewesen sind, stellen wir den Bauantrag, die Unterlagen sind alle fertig, die Gespräche mit Stadt und Stadtwerken sind geführt, dann kann es im Mai losgehen.“

Firmenchef sieht das Projekt als „das Reihenhaus fürs Gewerbe“

Ende des Jahres müssten die zwischen 200 und 400 Quadratmeter großen Hallen dann schlüsselfertig an die neuen Besitzer übergeben werden können. Bisher sieht es so aus, dass Firmen aus Krefeld, Meerbusch und in zwei Fällen aus Düsseldorf kommen, sich aber auch drei asiatische Unternehmen hier ansiedeln wollen, von denen eines bisher noch keine Deutschland-Niederlassung besitzt. „Es sind Handwerksbetriebe, Servicefirmen, Dienstleister zum Beispiel für die Industrie und auch Handelsfirmen mit Import und Export“, zählt Bienen auf, wer sich schon konkret für das Vorhaben interessiert.

Für neue Gewerbeflächen sieht Bienen in der Seidenstadt weiterhin einen großen Bedarf – und schlägt dabei in die gleiche Kerbe wie Krefelds Wirtschaftsförderer Eckart Preen es regelmäßig tut. Die Mönchengladbacher Projektentwickler, die sich vor allem auf Gewerbeflächen spezialisiert haben, sehen für kleine und mittelständische Firmen ein besonderes Problem. Auf den ersten Blick gehe nur Mieten. „Sie brauchen ja nur kleine Flächen“, so Bienen, dabei würde die Erschließung die Kosten in nicht zu finanzierende Höhe treiben.

Darauf ziele „Mein Werk“ ab. Eine größere Einheit, die unterteilt wird. „Das ist quasi das Reihenhaus für den gewerblichen Bereich“, sagt Bienen, „wir versetzen kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage, Eigentum zu schaffen, statt Miete zu zahlen.“ Die niedrigen Zinsen würden das sogar noch vereinfachen.

Während Bienen & Partner bei „Mein Werk“ als Entwickler und Den Dulk Immobilien GmbH – bei der Norbert Bienen Gesellschafter ist – als Bauträger agiert, sucht er für eine zweite Halle noch einen Investor. Bei dem Gebäude, das nach den Plänen des bereits existierenden WS-Gewerbeparks Uerdingen-Nord, entstehen soll, waren ursprünglich auf rund 9300 Quadratmetern sechs Einheiten für verschiedene Firmen geplant. Allerdings hat auch hier bereits ein asiatisches Unternehmen Interesse bekundet und würde gerne rund zwei Drittel selbst übernehmen und den Rest vermieten. „Wir sind sowohl im Gespräch mit Investoren als auch möglichen Mietern“, so Bienen.

Krefeld ist nach einem Mönchengladbacher Projekt das zweite „Mein Werk“, das Bienen & Partner realisiert. „Mein Werk“ will man nun als Marke weiterentwickeln und in anderen Städten umsetzen. Zwei Städte beziehungsweise Wirtschaftsförderungsgesellschaften am Niederrhein interessieren sich bereits dafür.

Bei 3,5 Millionen Euro liegt die Investitionssumme für „Mein Werk“ an der Medienstraße.

Leichter wäre die Vermarktung seiner Ansicht nach wohl, wenn es im Bereich Europapark und Businesspark Fichtenhain weitere Infrastruktur gäbe. „Damit meine ich keine Straßen, sondern die Möglichkeit für Mitarbeiter, sich beispielsweise in den Pausen selbst zu versorgen“, so der Mönchengladbacher.

Am Beispiel Borussiapark beziehungsweise Nordpark in Mönchengladbach kann man sehen, was er meint. In dem Gewerbegebiet rund um das VfL-Stadion und den Hockeypark gibt es einen Supermarkt, einen Discounter, eine Drogerie, einen Optiker, Arztpraxen und Gastronomie.

Der Standort Fichtenhain sei toll, mit seiner Anbindung an die A 44 und der Nähe zum Flughafen Düsseldorf. „Aber man muss Fichtenhain wie einen Stadtteil sehen“, sagt Bienen, „Fischeln ist ja viel zu weit weg für die Leute, die da arbeiten. Wir brauchen in Fichtenhain eine Nahversorgung. Da muss aber auch die Politik mitspielen, die muss das verstehen.“

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