Im März startet die Firma Augentis an der Hochstraße. Ab 1111 Euro pro Auge wird die Fehlsichtigkeit der Kunden beseitigt.

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An der Hochstraße 25a in der Krefelder Fußgängerzone wird die Augentis-Filiale entstehen.

An der Hochstraße 25a in der Krefelder Fußgängerzone wird die Augentis-Filiale entstehen.

Andreas Bischof

An der Hochstraße 25a in der Krefelder Fußgängerzone wird die Augentis-Filiale entstehen.

Krefeld. In gut fünf Wochen wird in der Krefelder Innenstadt ein Augenlaserzentrum eröffnen. Betreiber ist die Berliner Firma Augentis, die solche Zentren bereits in Berlin und Magdeburg unterhält. Anfang Mai soll eine weitere Niederlassung in Aachen folgen.

"Gutes Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen soll kein Luxus mehr sein, der nur wenigen Menschen vorbehalten ist", wirbt Bernhard Febrer, ärztlicher Leiter von Augentis, in eigener Sache. Seine 2008 gegründete Firma arbeite mit modernster Excimerlaser-Technik und sei so günstig wie vermutlich kein anderer Anbieter in Deutschland.

Pro Auge berechnet Augentis 1111 Euro. Mit der Fehlsichtigkeit steigt allerdings der Preis. "Im Schnitt zahlen unsere Kunden 1500 Euro pro Auge", so der 40-jährige Arzt, dem 51 Prozent der Augentis-Anteile gehören. Die übrigen 49 Prozent hält der Dortmunder Hörgeräte-Unternehmer Wolfgang Geers.

In der Filiale an der Hochstraße werden sich ab März vier bis sechs Mitarbeiter um die Patienten kümmern. "Wir sind von diesem Standort total überzeugt", zeigt sich der in Jülich geborene Febrer zuversichtlich.

Lufthansa lehnt Piloten-Anwärter mit gelaserten Augen ab

Der Krefelder Augenarzt Ulrich Loewen beurteilt die Erfolgsaussichten dagegen skeptisch. "Dass sich hier ein Augenlaserzentrum wirtschaftlich betreiben lässt, wage ich zu bezweifeln", sagt Loewen. Er verweist auf bestehende Zentren in Düsseldorf, Köln und Bonn.

Mit Hilfe des Excimerlasers wird die Krümmung der Hornhaut entweder verstärkt oder abgeflacht, um die Lichtbrechung zu verändern. Fehlsichtigkeiten können auf diese Weise korrigiert werden. Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten nicht.

Reicht die Dicke der Hornhaut nicht aus, kann das Verfahren nicht angewendet werden. Ungeeignet ist Lasik auch dann, wenn die Fehlsichtigkeit der Augen noch zunimmt.

Wenn die in Deutschland üblichen Qualitätsstandards eingehalten werden, hält Loewen die Risiken des Eingriffs für beherrschbar. Das Verfahren sei klinisch erprobt und medizinisch anerkannt. Unumstritten ist der Eingriff jedoch nicht. So lehnt die Lufthansa Piloten-Anwärter mit gelaserten Augen ab.

Wem die Augentis-Preise noch zu hoch liegen, der findet im Ausland noch günstigere Angebote. In Bratislava oder Istanbul schärfen Ärzte beide Augen für weniger als 1000 Euro. Experten warnen allerdings vor einigen unseriösen Anbietern, die hier ihren Geschäften nachgehen.

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