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Vor Vertretern der Hochschule Niederrhein und der Stadtwerke Krefeld stellte Architekt Rüdiger Karzel die Pläne für den Neubau vor, in dem das SWK-Energiezentrum E2 künftig untergebracht wird.

Vor Vertretern der Hochschule Niederrhein und der Stadtwerke Krefeld stellte Architekt Rüdiger Karzel die Pläne für den Neubau vor, in dem das SWK-Energiezentrum E2 künftig untergebracht wird.

Hochschule Niederrhein

Vor Vertretern der Hochschule Niederrhein und der Stadtwerke Krefeld stellte Architekt Rüdiger Karzel die Pläne für den Neubau vor, in dem das SWK-Energiezentrum E2 künftig untergebracht wird.

Krefeld. Der Startschuss für das SWK-Energiezentrum E2 der Hochschule Niederrhein ist gefallen. Professoren der Hochschule Niederrhein stellten jetzt die ersten Forschungsprojekte des „Lehr und Forschungszentrums für Energiemanagement und Energietechnik der Hochschule Niederrhein“ vor. Das Energiezentrum soll sich unter anderem mit den Herausforderungen zukünftiger Energiesysteme sowie der steigenden Nachfrage nach Energie beschäftigen. Es ist am Campus Krefeld Süd angesiedelt und wird von den Stadtwerken Krefeld mitfinanziert.

Ziel des Energiezentrums ist es, Lehre und Forschung eng zu verzahnen sowie Energiethemen aus den Geschäftsbereichen der SWK in die Kooperation einzubringen. Jetzt sind die ersten beiden Forschungsprojekte gestartet. Zentrums-Leiterin Professorin Ingela Tietze präsentierte das Projekt „Elektromobilität in Krefeld“, bei dem es um Geschäftsmodelle für Energieversorger, technische Voraussetzungen, Wirtschaftlichkeitsanalyse und Kundenbedürfnisse in Sachen Elektromobilität geht.

Professor Shichang Wang, stellvertretender Leiter des SWK-Energiezentrums der Hochschule Niederrhein, stellte das Projekt „Absorptionskältemaschine“ vor. Kälteerzeugung geschieht hier mittels einer Absorptionskältemaschine, die das Fernwärmepotenzial an der SWK-Fernwärmetrasse nutzt. Außerhalb der Heizperiode ist das Nutzpotenzial an Wärme für die Kälteerzeugung an warmen Sommertagen besonders groß. Im Gegensatz zu den in der Herstellung kostengünstigeren Kompressionskältemaschinen brauchen die Absorptionskältemaschinen wesentlich weniger Strom.

Allerdings neigen die Maschinen wegen der derzeit eingesetzten wässrigen Lithiumbromidlösung als Betriebsmedium zu Verkrustungen. Ziel des Forschungsprojekts von Wang und seinem Team ist es, eine solche Maschine mit ionischen Lösungen weiter zu entwickeln, die weniger anfällig für Verkrustungen ist und einen sicheren Betrieb gewährleisten kann. Desweiteren wird eine Kalttemperatur von unter null Grad Celsius angestrebt. Für das auf fünf Jahre angelegte Projekt finanzieren die Stadtwerke Krefeld einen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Um die Maschine realisieren zu können, müssen aber zusätzliche Mittel beantragt werden.

SWK-Vorstand Carsten Liedtke hatte zuvor noch einmal die Bedeutung des Energiezentrums für die Stadtwerke unterstrichen. „Uns geht es darum, Themen, die über unsere Kompetenzen als Energieversorger hinausgehen, im Energiezentrum weiter zu treiben sowie Themenstellungen, die von unseren energieintensiven Kunden kommen, einzubringen.“ Das SWK-Energiezentrum E2 der Hochschule Niederrhein bindet die Fachbereiche Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen ein. Das interdisziplinäre Lehr- und Forschungsangebot soll Energie-, Umwelt- und Managementanalysen für Unternehmen der Region anbieten und Verbesserungspotenziale aufzeigen.

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