Krefeld. Die Rezession in Deutschland hat im vergangenen Jahr auch den Krefelder Hafen voll erwischt: Der Schiffsgüterumschlag lag bei nur noch 2,7 Millionen Tonnen und damit um 22,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Gütermenge im gesamten Transportgewerbe Deutschlands sank um 11,2 Prozent. Dass die Konjunktur sich inzwischen wieder erholt, spürt auch der Hafen. Für 2010 wird mit deutlich höheren Umschlagmengen gerechnet.

Die Stadt Krefeld hält noch 51 Prozent der Anteile. 49 Prozent liegen in der Hand des strategischen Partners, den Neuss Düsseldorfer Häfen. Mit Hilfe dieser Kooperation soll das strukturelle Defizit des Krefelder Hafens (etwa 1,2 Millionen Euro im Jahr) schrittweise in einen Gewinn verwandelt werden.

Stahl-Service-Center als Leuchtturmprojekt

Trotz der rückläufigen Umschlagzahlen lag der Verlust des Hafens im vergangenen Jahr weit unter der Millionengrenze. Einschnitte beim Personal habe es nicht gegeben. "Unser Ziel ist unverändert die Erreichung der Gewinnzone noch vor dem Jahr 2013", sagte Geschäftsführerin Elisabeth Lehnen.

Mit dem Stahl-Service-Center von ThyssenKrupp wird nach Einschätzung des Hafens im Laufe des Jahres ein Leuchtturmprojekt fertiggestellt. Das Interesse weiterer Investoren sei ungebrochen. Der Rheinhafen Krefeld verfüge über interessante Flächen, um noch andere Logistikfirmen anzusiedeln. Namen nannte das Unternehmen allerdings nicht.

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