Manager Rainer Schäfer sieht die Stadt in der Pflicht. Entscheidung sollte bald fallen.

Alt und eng: Die historische Drehbrücke ist dem wachsenden Lkw-Verkehr nicht gewachsen.
Alt und eng: Die historische Drehbrücke ist dem wachsenden Lkw-Verkehr nicht gewachsen.

Alt und eng: Die historische Drehbrücke ist dem wachsenden Lkw-Verkehr nicht gewachsen.

Andreas Bischof

Alt und eng: Die historische Drehbrücke ist dem wachsenden Lkw-Verkehr nicht gewachsen.

Krefeld. Rainer Schäfer macht Druck: „Die historische Drehbrücke muss weg. Wir brauchen eine neue“, fordert der Chef des Rheinhafens. Aus eigener Kraft sei die Gesellschaft allerdings nicht in der Lage, die Millioneninvestition zu stemmen. Gefragt sind deshalb die Eigentümer des Rheinhafens, die Stadt Krefeld (51 Prozent) und die Neuss-Düsseldorfer Häfen (49 Prozent).

Die Leistungsfähigkeit der Brücke, die nur über eine Fahrbahn verfügt, reicht laut Schäfer nicht aus. „In drei bis fünf Jahren ist das Bauwerk platt. Wir sollten uns jetzt Gedanken über Alternativen machen.“

Lkw-Aufkommen wird ab 2013 deutlich zunehmen

Dass der Lkw-Verkehr rund um den Hafen zunehmen wird, ist unstrittig. Nicht zuletzt wegen der Begradigung der Hentrichstraße dürfte das Lastwagen-Aufkommen ab 2013 deutlich wachsen.

Schäfer regt an, die Dreh- durch eine Klappbrücke zu ersetzen. In den Niederlanden gebe es zahlreiche Beispiele für effiziente und kostengünstige Lösungen.

Unklar ist, was aus der Drehbrücke werden soll. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1905. Die denkmalgeschützte Technik der rund 70 Meter langen Brücke befindet sich im Mittelpfeiler. Auf ihm ruht die rund 700 Tonnen schwere Stahlkonstruktion.

Zeitplan Der Rheinhafen will in neue Dimensionen wachsen. Für das Transterminal Krefeld sollen 2013 die Bagger rollen. Mitte 2014, die die Hoffnung von Geschäftsführer Rainer Schäfer, könnte die Anlage den Betrieb aufnehmen. Kosten: Etwa 50 Millionen Euro, davon 35 bis 38 Millionen aus Bundesmitteln.

Konzept Das Transterminal Krefeld auf dem Gelände des Linner Bahnhofs erhält Zuschüsse aus Berlin, weil mit der Anlage Gütertransport von der Straße auf die Schiene und das Wasser verlagert wird. Der Rheinhafen könnte seinen jährlichen Güterumschlag von 4,1 auf fast sieben Millionen Tonnen steigern.

Die Zukunft der Brücke wird auch den Planungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am 25. Januar beschäftigen. Grund: Die Grünen möchten einen Sachstandsbericht der Verwaltung, wie es mit der Verkehrsführung rund um den Hafen weitergeht. Hierzu sollten nach Ansicht der Partei auch Vertreter des Landesstraßenbetriebes und des NRW-Verkehrsministeriums gehört werden.

„Seit sich der Stadtrat gegen den Ausbau der B 288 zur A 524 und gleichzeitig für die Optimierung der Nordanbindung ausgesprochen hat, ist bereits ein Jahr vergangen“, sagt Stefani Mälzer, Fraktionschefin der Grünen.

Auch vor dem Hintergrund der zukunftsweisenden Entscheidung für den Bau des Hafenprojektes Transterminal Krefeld sei Eile geboten. Konkret gehe es um den Anschluss des Linner Hafenbahnhofs an die Düsseldorfer Straße und Floßstraße und die Anbindung an die B 288.

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