Sieben Millionen Euro kosteten die Neubauten der Firma Felbermayr im Rahmen des Umzugs an den Rheinhafen.

Fast am Ziel: Der 25 000 Kilogramm schwere Behälter wird vor den Toren der Firma Cerestar von Schwerlastkränen vom Transporter gehoben.
Fast am Ziel: Der 25 000 Kilogramm schwere Behälter wird vor den Toren der Firma Cerestar von Schwerlastkränen vom Transporter gehoben.

Fast am Ziel: Der 25 000 Kilogramm schwere Behälter wird vor den Toren der Firma Cerestar von Schwerlastkränen vom Transporter gehoben.

Jürgen Schüring ist Niederlassungsleiter von Felbermayr in Krefeld.

Felbermayr, Bild 1 von 2

Fast am Ziel: Der 25 000 Kilogramm schwere Behälter wird vor den Toren der Firma Cerestar von Schwerlastkränen vom Transporter gehoben.

Krefeld. Sie haben für eine Strecke von rund 3,5 Kilometern etwa eine Stunde gebraucht und sind damit sehr zufrieden. Was auf den ersten Blick nicht gerade zügig klingt, war für den Schwertransportlogistiker Felbermayr doch eine schnelle Angelegenheit.

Zu transportieren war vom Firmensitz an der Bataverstraße im Rheinhafen ein 7,50 Meter mal 6,50 Meter großer, 20 Meter langer und 25 000 Kilogramm schwerer Stahlbehälter. „Wir haben den Transport wie immer akribisch geplant, deswegen hat es auch ohne Probleme geklappt“, sagt Niederlassungsleiter Jürgen Schüring.

Straße, Gleis und Wasser werden als Transportweg genutzt

Die Strecke von 3,5 Kilometern ist dabei ungewöhnlich kurz. Die Nachbarn der Firma Cerestar (Cargill Gruppe) hatten den Schwertransport in Auftrag gegeben.

Vor Cerestar angekommen, wurde der Behälter von Kränen der Firma Bracht vom Schwertransporter gehoben, da dieser nur unbeladen aufs Firmengelände fahren konnte, bevor der Behälter wieder auf dem Transporter abgelassen werden konnte. Gegen vier Uhr morgens war der Spuk dann vorbei.

Trotz der am Ende acht Stunden Transport- und Umladezeit, zeigten sich Zuschauer und auch die bei Schwertransporten immer benötigten Polizeibeamten beeindruckt vom unproblematischen Transport. Für Schwertransportexperten ist das Alltag. Aufträge für die direkte Nachbarschaft rund um den neuen Standort am Rheinhafen sind jedoch eher die Ausnahme. „Der Bedarf an Schwertransporten von den benachbarten Firmen hält sich in Grenzen“, sagt Schüring. Die Aufträge kommen aus ganz Deutschland und Europa. So wurden unter anderem schon Hochgeschwindigkeitszüge wie auch teure Jachten für die Messe „boot“ verladen und transportiert.

Die Niederlassung in Krefeld am Rheinhafen ist die Deutschland-Zentrale von Felbermayr.

Die Felbermayr Holding GmbH ist die Dachorganisation für 26 operative Tochtergesellschaften, deren Tätigkeitsschwerpunkte sich im Wesentlichen auf Transport- und Hebetechnik sowie Tief- und Hochbau konzentrieren.

Mit Spezialisierungen auf die Bereiche Spezialtransport, Mobilkran- und Arbeitsbühnenvermietung, Heavylifthandling sowie Tief- und Hochbau erwirtschaftete die Felbermayr Holding 2014 einen konsolidierten Nettoumsatz von rund 545 Millionen Euro.

Der Umzug nach Krefeld hat dabei die Transportmöglichkeiten des Unternehmens erweitert. Möglich machen das unter anderem die beiden Schwerlastkräne am Hafenterminal. Am Rheinhafen hat das Unternehmen die Möglichkeit, die Verkehrswege Straße, Gleis und Wasser als Transportstrecke zu nutzen.

Schwergut kann besser gelagert und montiert werden „Hinzu kommt, dass wir mit dem Bau der 4000 Quadratmeter großen Lager- und Montagefläche eine bessere Möglichkeit zur Lagerung und Montage von Schwergut besitzen“, sagt Schüring. 500 Tonnen Umschlagskapazität besitzt Felbermayr am Kai.

Auf dem Wasser können nahezu ganzjährig Küstenmotorschiffe beladen, gelöscht und gestaut werden. „Das ist natürlich ein großer Vorteil für uns gegenüber anderen Standorten“, sagt Schüring. Die Bürogebäude wurden ebenfalls bezogen, lediglich ihr Zugang erfolgt noch nicht von der Straße aus, sondern durch die Lager- und Montagehalle. Die Neubauten an der Bataverstraße kosteten insgesamt rund sieben Millionen Euro.

„Wenn man es so beschreiben will, sind wir gerade dabei, uns hier einzuleben“, sagt Schüring. Die Firmenzentrale von Felbermayr Deutschland war zuvor in Hilden beheimatet. Mit dem Umzug nach Krefeld wurde die Belegschaft aufgrund von wegfallenden Dienstleistungsangeboten und einem verkleinerten Fuhrpark von 60 auf 40 Mitarbeiter reduziert.

Insgesamt beschäftigt Felbermayr europaweit an 71 Standorten in 17 Ländern rund 2800 Mitarbeiter. In Krefeld soll das neue Firmengelände schon bald um eine zusätzliche Freifläche von rund 20 000 Quadratmetern erweitert werden.

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