Rund 250 zukünftige Jungunternehmer sondieren das Angebot an Information und Beratung und sorgen dafür, dass alle Workshops ausgebucht sind.

Die Organisatoren Hajo Dotzel (WFG) und Bert Mangels ( IHK) sind gemeinsam mit IHK Mitarbeiterin Vanessa Stibler über die gute Resonanz des Existenzgründungstag erfreut.
Die Organisatoren Hajo Dotzel (WFG) und Bert Mangels ( IHK) sind gemeinsam mit IHK Mitarbeiterin Vanessa Stibler über die gute Resonanz des Existenzgründungstag erfreut.

Die Organisatoren Hajo Dotzel (WFG) und Bert Mangels ( IHK) sind gemeinsam mit IHK Mitarbeiterin Vanessa Stibler über die gute Resonanz des Existenzgründungstag erfreut.

Andreas Bischof

Die Organisatoren Hajo Dotzel (WFG) und Bert Mangels ( IHK) sind gemeinsam mit IHK Mitarbeiterin Vanessa Stibler über die gute Resonanz des Existenzgründungstag erfreut.

Krefeld. Mit diesem Andrang haben die Verantwortlichen von Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) beim Existenzgründungs- und Unternehmertag in den IHK-Räumen nicht gerechnet. "Die Workshops sind mit bis zu 70 Teilnehmern ausgebucht und der Rest nimmt sogar Stehplätze in Kauf", berichtet Ina Klebs. Die Gründungslotsin im Startercenter berichtet, dass die Beratung von Existenzgründern seit dem letzten Quartal 2009 nach der Wirtschaftsflaute zugenommen hat. Ein Drittel der Gründungswilligen besteht aus Frauen.

Das belegt auch der Zuspruch bei der Veranstaltung, bei der sich rund 250 Interessenten in den Workshops und an den Informationsständen drängen. Fachreferenten informieren über Unternehmenskonzept, Steuer- und Rechtsaspekte, Finanzierungshilfen und Marketinggrundlagen.

Zwischen diesen vier Veranstaltungsteilen und den Info-Ständen wechseln die Teilnehmer im Stundentakt hin und her. "Die Teilnehmer kommen dieses Mal mit sehr konkreten Vorstellungen und Fragen", lobt IHK-Berater Bert Mangels. Dies sei eine gute Voraussetzung für den späteren Erfolg.

Zum Auftakt stellten drei Jungunternehmerinnen ihre Geschäftsideen vor. Eine war Claudia Roelofsen. Sie hat einen Kippfenster-Schutz für Katzen entwickelt, damit die Tiere nicht mehr im gekippten Fenster hängen bleiben können.

Eine regelmäßige Beratung hilft bei der Kreditbewilligung

Schon eineinhalb Jahre vor der Gründung hatte sie sich von WFG-Chefberater Hajo Dotzel instruieren lassen, unter anderem über das Beantragen eines "Mikrokredits" bei der NRW-Bank. "Bis zu 25000 Euro Kredit können gewährt werden, wenn ein Startercenter-Testat und die regelmäßige Beratung durch einen Coach sichergestellt sind", so Dotzel. Einen preiswerten Coach gebe es zum Beispiel bei "Senioren beraten". Seniorberater Heinz-Peter Seidel beantwortet einem Jungunternehmer spontan ein Bündel an Fachfragen zur Buchführung.

Neben dem Existenzgründungs- und Unternehmertag bietet die IHK auch das Gründerforum Mittlerer Niederrhein an. Das Forum ist ein von der IHK initiiertes und von Jungunternehmern getragenes Netzwerk. Angesprochen sind Gründer, die sich innerhalb der vergangenen drei Jahre in der Kammerregion Mittlerer Niederrhein selbstständig gemacht haben. Ziel des Forums ist vorrangig die gegenseitige Hilfe.

Wer im Workshop Tipps zur Finanzierung oder zum erfolgreichen Führen von Kreditgesprächen erhalten hat, kann seine Kenntnisse sogleich an den Ständen von Sparkasse, Volksbank und Deutscher Bank umsetzen. Cenk Kaplangi von der run-Initiative der Hochschule Niederrhein macht die Jungunternehmer auf die regelmäßigen Info-Stammtische aufmerksam, die nicht nur für Studenten offen sind. Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein (Dehoga) kündigt viele Neugründungen an, warnt aber auch vor unvorbereiteten Abenteuern bei 20Prozent Geschäftsaufgaben pro Jahr.

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