Im IHK-Papier zur Einkaufsregion punktet die Stadt Krefeld mit guten Werten.

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Der Umsatz im Einzelhandel ist von 1998 bis 2012 stetig gestiegen, 2012 lag er bei 1,4 Milliarden Euro.

Der Umsatz im Einzelhandel ist von 1998 bis 2012 stetig gestiegen, 2012 lag er bei 1,4 Milliarden Euro.

Archiv Andreas Bischof

Der Umsatz im Einzelhandel ist von 1998 bis 2012 stetig gestiegen, 2012 lag er bei 1,4 Milliarden Euro.

Krefeld. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat sich mit der Einkaufsregion beschäftigt und dabei der Stadt Krefeld durchweg gute Noten attestiert. Angesichts von demografischem Wandel, Online-Konkurrenz und notorisch klammen Stadthaushalten warnen die Experten jedoch davor, sich darauf auszuruhen.

Ein von der IHK-Vollversammlung erarbeitetes Strategiepapier mit dem Titel „Einkaufsregion Niederrhein – Handeln für lebendige Städte“ stellt dazu zehn Forderungen auf, in denen es zum Beispiel um die Erreichbarkeit, Attraktivität und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten der Innenstädte geht, aber auch um effizientes Stadtmarketing oder verbindliche Zentrenkonzepte.

„Krefeld hat den Einzelhandelsumsatz von 1998 bis 2012 stetig steigern können“, sagt Franz-Joseph Greve, Vorsitzender des IHK-Einzelhandelsausschusses und Geschäftsführer der Greve GmbH Krefeld. Den Vogel schoss die Stadt 2008 mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro ab. In der Folge ging es zwar ein bisschen gemäßigter zu, aber dennoch sorgte die Finanzkrise in der Stadt nicht für solche Einbrüche wie beim Durchschnitt des Einzelhandels. In 2012 lag der Umsatz bei 1,4 Milliarden Euro.

Kaufkraftzufluss ist vergleichbar mit benachbarten Großstädten

In 2012 verzeichnet Krefeld eine Umsatzkennziffer von 126,2 Punkten. „Damit hat Krefeld im Vergleich zu anderen großen Städten überdurchschnittlich hohe Umsatzsteigerungen mit Einwohnern aus der Region erzielt“, sagt Greve. Die Kennziffer als Index je Einwohner stellt den Einzelhandelsumsatz einer Region in Relation zum Bundesdurchschnitt (= 100) dar.

Die Einzelhandelszentralität ist gestiegen auf 128 Punkte und liegt damit laut Greve auf Augenhöhe mit benachbarten Großstädten. Ein Wert von 100 bedeutet, dass sich Kaufkraftzu- und -abfluss die Waage halten. Ein Wert über 100 entspricht einem Zufluss aus der Region.

Für Greve ist dies der Beweis, dass Krefelds Entscheidung gegen ein großes Einkaufszentrum richtig war: „Die Innenstadt selbst ist das Einkaufszentrum.“ Krefeld sei auf einem guten Weg, den müssten Einzelhandel und Stadt zur Verbesserung des Standorts weiter gehen.

Dazu zählen laut IHK das Stärken privater Initiativen oder Standortgemeinschaften, aber auch Gestaltungsspielräume für den Handel zum Beispiel bei der Festlegung von Öffnungszeiten.

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