Chemiepark will beim Gütertransport die Kooperation mit dem Hafen im Norden ausweiten. Neues Terminal soll entstehen.

projekt
Arbeitsplatz für 7.000 Menschen: der Chemiepark Uerdingen.

Arbeitsplatz für 7.000 Menschen: der Chemiepark Uerdingen.

Currenta

Arbeitsplatz für 7.000 Menschen: der Chemiepark Uerdingen.

Krefeld/ Uerdingen. Stilgerecht auf einem Schiff im Duisburger Hafen unterschreiben Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Currenta, und Erich Staake, Vorsitzender der Duisport-Gruppe (Duisburger Hafen), den Kooperationsvertrag. Ziel ist die langfristige Zusammenarbeit beim Gütertransport.

Unter anderem soll im Uerdinger Chemiepark ein Vorbahnhof entstehen, in dem die Züge für ein neues Terminal bereitstellt werden – eine Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr im Duisburger Hafen. Da das Uerdinger Werk und das Terminal in Hohenbudberg unmittelbar aneinandergrenzen, soll außerdem auf einer Strecke von einem Kilometer eine Privatstraße gebaut werden. Dadurch sollen die öffentlichen Straßen vom Lkw-Verkehr entlastet werden.

„Ein guter Tag mit langfristiger Perspektive. Das ist der Abschluss einer Entwicklung, die vor zehn Jahren begonnen hat“, resümiert Staake. Gut 20 Millionen Euro wolle die Hafengesellschaft in den Ausbau des Terminals investieren, damit der Transport für die Firmen des Chemieparks per Bahn und Schiff erfolgen könne.

Dies sei in der Vergangenheit an Engpässen im Werk wie im Hafen gescheitert. „Damit arbeiten der größte Binnenhafen der Welt und der Betreiber der größten Chemieparks in Europa zusammen“, so das Fazit von Schäfer.

Schon im April 2012 sollen die ersten Container per Bahn rollen

Das Bereitstellen von Infrastruktur und Logistik gehöre heute zum Kerngeschäft von Currenta. In den Vorbahnhof wolle man einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investieren. Schon ab April 2012 sollen die ersten Container per Bahn vom Werk zum Terminal rollen, wenn sich die Genehmigungen nicht verzögern.

Im Uerdinger Werk mit seinen 16 Firmen und 7.000 Beschäftigten wird auf einem sieben Hektar großen Gelände ein Vorbahnhof gebaut, der den direkten Container-Verkehr per Schiene zum Duisburger Hafen ermöglicht. Investiert wird ein mittlerer einstelliger Millionen-Betrag. Über eine neue Privatstraße von einem Kilometer Länge sollen die Straßentransporte abgewickelt werden.

Die Duisburger Hafengesellschaft errichtet für gut 20 Millionen Euro ein neues Terminal für den kombinierten Verkehr auf etwa zwölf Hektar Fläche. Außer Currenta stehe der Vertrag mit einem weiteren Nutzer des Terminals bevor.

Laut Chemiepark-Leiter Stefan Dresely stärkt das Projekt beide Städte – Duisburg und Krefeld. Dank der besseren Infrastruktur erhofft er sich die Ansiedlung weiterer Firmen. Die Verkürzung der Verkehrswege sei erheblich.

„Wir können die Container im Werk beladen und direkt auf die Schiene setzen.“ Zudem komme Gefahrgut weg von der Straße. Eine Zusammenarbeit mit dem Rheinhafen Krefeld hätte sich aus geografischen und verkehrstechnischen Gründen in diesem Fall nicht angeboten. Currenta werde wie bisher auch künftig mit dem Rheinhafen kooperieren, so Dresely.

Rainer Schäfer, Chef des Krefelder Hafens, sieht den geplanten Ausbau des Kombiverkehrs am Linner Bahnhof durch die Pläne in Hohenbudberg nicht in Gefahr. Mit Hilfe des Bundes sollen 50 Millionen investiert werden.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer