Arbeitssicherheit: Veranstaltung im Chemiepark soll die Mitarbeiter sensibilisieren. Stress- und Reaktionstest für Maschinenführer.

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Auch der Überschlagssimulator gehört zum Aktionsprogramm in der Arbeitssicherheitswoche im Uerdinger Chemiepark.

Auch der Überschlagssimulator gehört zum Aktionsprogramm in der Arbeitssicherheitswoche im Uerdinger Chemiepark.

Dirk Jochmann

Auch der Überschlagssimulator gehört zum Aktionsprogramm in der Arbeitssicherheitswoche im Uerdinger Chemiepark.

Krefeld. Am Bildschirm des Simulations-Computers eröffnen sich beim Gang durch eine dreidimensionale, virtuelle Arbeitswelt alle erdenklichen Gefahrenquellen: Eine nicht befestigte Gasflasche, ein aus der Halterung gefallener Feuerlöscher, ein nicht geschlossener Vorhang der Schweißkabine, ein unachtsamer Gabelstaplerfahrer und andere Situationen, in denen die Sicherheit der Mitarbeiter im Betrieb gefährdet ist.

Der Simulator ist das Highlight der Arbeitssicherheitswoche, die der Konzern Lanxess und der Chemieparkbetreiber Currenta noch bis zum 3. September durchführen. Eingeladen sind die Mitarbeiter aller Firmen im Park und Interessierte. Motto: Mensch und Maschine.

Betriebsleiter Lutz Heuer ist der Vater und Organisator der Aktion, an der sich auch externe Partner beteiligen wie Hersteller von Schutzkleidung, Schutzbrillen oder Hörschutzutensilien.

Viele Mitarbeiter testen sich am Computer

Der virtuelle Gang per Computer und Joystick ist für die Mitarbeiter eine echte Herausforderung, weil sich die Situationen ständig ändern. "Das schärft die Aufmerksamkeit und hält sie hoch", erläutert Heuer, denn Arbeitssicherheit habe im gesamten Chemiepark höchste Priorität.

Gleich daneben führt Marina Prelovsek an einem Modell mit kreisförmiger Straße und Lkw vor, wie leicht deren Ladung ins Rutschen gerät, wenn sie nicht fachgerecht gesichert ist. Diese Präsentationen finden im Betriebsrestaurant statt, damit die Mitarbeiter auch auf die Aktion aufmerksam werden. Mit Erfolg, denn viele machen mit und testen am Computer.

Das gilt auch für den "Wiener Determinationstest"- ein Stresstest, der die Reaktionsfähigkeit prüft und einem Maschinenführer Auskunft über seine Belastbarkeit gibt. Während des vierminütigen Tests müssen Farbtasten, Klangtasten und Fußpedale abwechselnd nach optischen und akustischen Signalen gedrückt werden. Es erfordert höchste Konzentration und man freut sich, wenn Diplompsychologin Martina Bockelmann das ausgedruckte Testergebnis erklärt und Stresstauglichkeit bescheinigt.

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